April 2007

Bobby
Wau, kaum hatte ich den Frühling begrüßt und mich auf die Sonne gefreut, hatten wir hochsommerliche Temperaturen  und ich habe in diesen Tagen schon ganz schön gehechelt!

Wir Hunde können ja nicht so gut schwitzen wie die Zweibeiner, und deswegen mögen wir bei heißem Wetter auch nicht soviel laufen. Wir überhitzen viel schneller und diese Hechelei ist ja auch ziemlich anstrengend. Mein Herzchen wird  regelmäßig ultrageschallt, weil meine Frauchen wissen wollen, ob ich noch topfit bin und bis jetzt

– toi – toi – toi, gibt es keine Beanstandungen, auch meine Blutwerte sind  perfekt in Ordnung.

Also, meine lieben Hunde- und Katzenfreunde, ich kann ich euch  nur zu dem Seniorcheck raten, es tut nicht weh und hilft Schlimmerem vorzubeugen.

 

An diesen heißen Tagen hatten schon einige Patienten mit massiven Kreislaufproblemen in der Praxis notzuversorgen- sie waren kollabiert- aber zum Glück haben sich alle mit Infusionen zur Kreislaufstabilisierung wieder erholt.

Manchmal müssen wir uns allerdings auch von alten Freunden verabschieden. „Seppl“ unser Rauhhaardackelsenior mit der chronischen Niereninsuffizienz , den wir im Fall des Monats Januar 2007 vorgestellt haben, lebt leider nicht mehr. Er ist nicht an seiner Niereninsuffizienz gestorben, sondern an einem bösartigem Pankreastumor. Mir fehlt er sehr, denn er ist in den letzten Jahren ganz häufig zu uns gekommen, und ich schicke ihm ein liebes Wuff in den Hundehimmel.

Nadine, unsere Auszubildende, wird am 2.Mai den ersten Teil ihrer Abschlussprüfung haben, also müssen wir ihr alle die Pfötchen drücken, sie ist nämlich ziemlich aufgeregt!

Aber auch glücklich, weil wir sie übernehmen werden.

Das finde ich sehr gut, sie ist nämlich zu mir immer besonders nett und geht auch manchmal, wenn meine Frauchen noch operieren, mit mir spazieren.

Dr. Rummel ist am Mittwoch, den 2.5. wieder mal live im Radio zu hören, wie immer im HR4 von 10 – 11 Uhr 92,4 FM.

Natürlich will ich auch von unseren kleinen und großen Patienten erzählen.

Der Kleinste war diesmal der Teddyhamster der Familie Semkowski, der ganz schmusig ist.Dann haben wir natürlich viele Katzen- und Hundewelpen neu vorgestellt bekommen – die sind immer total süß!!!

Zwei davon möchte ich ihnen gerne vorstellen:

 

 

 

 

 

„Sammy“,die Malteser–Yorki–Mix-Hündin von Frau Reuß, wurde geimpft und auch die Karthäuserdame von Frau Brix van Klev kam zur Impfung und wurde gleichzeitig gechipt.

 

„Jessy“,  die Jack-Russel Terrierhündin der Familie Schulte, ist schon ein bisschen älter und wurde kastriert. Als wäre nichts passiert, kam sie  nächsten Tag schon wieder putzmunter und  wedelnd in die Praxis gelaufen.

 

 

Ganz unglücklich hingegen wurde uns „Pong“ ,der dreijährige Kater der Familie Naumann, vorgestellt. Der Arme konnte schon 24 Stunden keinen Urin absetzen, weil seine Harnröhre mit Grieß verstopft war. Mein Frauchen, Dr. Rummel, hat ihm geholfen und er wurde stationär aufgenommen. Nun ist er wieder fit, aber er muss seine Ernährung komplett umstellen!

 

 

 

 

 

Weniger Glück hatte leider „Lissy“, die Maine-Coonkatze der Familie Klages. Sie hatte einen großen, sehr bösartigen Darmtumor und konnte trotz Operation nicht gerettet werden. Wir haben uns alle sehr intensiv um sie gekümmert und waren sehr traurig als wir uns dann doch von ihr verabschieden mussten.

 

Seitdem wir eine Dentalstation aufgebaut haben, bekommen wir auch immer mehr aufwendige Zahnsanierungen und bei  „Julie“, der Zwergpudelhündin von Frau Schinzel, hat Dr. Rogalla einen frakturierten Backenzahn entfernen müssen. Er war bis in die Wurzel gebrochen, was aber erst im Dentalröntgen gesehen werden konnte. Mit einem normalen Röntgengerät kann man das nämlich nicht sehen!  Julie hat dann bei der Nachkontrolle gleich einen Freund zur moralischen Unterstützung mitgebracht.

 

 

 

 

Lustig finde ich auch die Dackelhündin „Maxi“ der Familie Richter-Deck, sie kommt meist in ihrem Körbchen mit einer super Felldecke und spendet immer ohne ihr Frauchen Blut! Dann ist sie nämlich sehr lieb.  Da sie leider an Morbus Cushing leidet, muss sie sehr häufig zu Blutkontrollen kommen. Was es mit Morbus Cushing auf sich hat, erzählen wir Ihnen im Fall des Monats genauer: der handelt nämlich von Maxi.

Ganz aufregend war es bei „Cora“, der 12-jährigen Rottweilerhündin von Familie Hösle. Cora kennen wir schon ihr ganzes Leben , sie ist vor vielen Jahren von Dr. Rogalla goldimplantiert worden und läuft seitdem trotz schwerer Arthrose bis heute recht gut, obwohl sie schon so alt ist. Sie war schon mit vielen kleinen und großen Wehchen bei uns. Sie gibt jedes Mal Pfote und freut sich so sehr bei uns zu sein, dass sie ganz alleine auf den Behandlungstisch steigt.

 

 

Geschafft – Cora allein auf  ihrem Lieblingsplatz , dem Behandlungstisch

Aber diesmal ging es ihr sehr schlecht, sie war ganz schwach, weil sie eine vereiterte Gebärmutter hatte . Ihre einzige Chance war die sofortige  Notoperation, bei der ihr die Eierstöcke und die Gebärmutter entfernt wurden.

Sie ist noch nicht ganz über den Berg, in Menschenalter ist sie nämlich schon 84 Jahre alt  und dann erholt man sich  halt nicht so schnell wie ein junger Hüpfer.
Aber jetzt läuft sie schon wieder und hat endlich wieder guten Appetit.

Wir freuen uns alle sehr, dass sie den Eingriff gut überstanden hat!!!

So, und mit dieser guten Meldung möchte ich mich von Ihnen verabschieden.

CIAO
Ihr Bobby