April 2009

BobbyWau, da bin ich wieder, und inzwischen haben wir wunderschönes Frühlingswetter mit grünen Wiesen, über die ich flitzen kann, im Wald blüht es, und ich könnte immer nur spazieren gehen!
Leider sind auch wieder die kleinen Quälgeister – die Zecken – unterwegs.Diese Blutsauger können viele Krankheiten übertragen. Mein Frauchen gibt mir deshalb einmal monatlich Tropfen ins Genick, um mich zu schützen, ich finde das gar nicht lustig und manchmal ist mir auch ein bisschen schlecht davon, aber lieber mal kurzfristig Bauchweh, statt einer dieser unangenehmen Krankheiten zu bekommen, wie z.Bs. Borreliose oder – noch schlimmer – die sogenannte Hundemalaria, an der wir unbehandelt innerhalb von drei Tagen sogar sterben können!!!
Also, liebe Freunde und Freundinnen, denkt daran, es ist besser, Vorsorge mit einem wirksamen Antiparasitikum durchzuführen, anstatt krank zu werden.
Meine Frauchen beraten eure BesitzerInnen gerne zu diesem Thema!
Und wenn ihr mit in den Urlaub dürft, besonders nach Südeuropa, gibt es noch eine Menge mehr Ärger. Dort herrschen die Reisekrankheiten, an denen wir erkranken können: wie z. Bs. Herzwürmer oder Leishmaniose – und auch hier ist die Vorsorge ein unbedingtes Muß!
Mein Frauchen, Dr. Rogalla, war auf einer interessanten Ultraschallfortbildung in Leipzig. Damit kenne ich mich sehr gut aus! Ich werde nämlich ganz oft geschallt und während mein Frauchen ganz begeistert die Schenkel meiner Bauchspeicheldrüse geschallt hat, habe ich lieber an Hühnchenschenkel gedacht. Ich liege inzwischen ganz entspannt auf dem Tisch und träume dann während des Schallens vor mich hin, Frauchen lobt mich immer und sagt, ich sei schon ein richtiger Ultraschallprofi!
Mein anderes Frauchen, Dr. Rummel, wird im Mai wieder eine Tiersprechstunde im Radio halten, also nicht vergessen:

Am Mittwoch, den 27.Mai im HR 4 von 10 – 11 Uhr Tiersprechstunde mit Dr. Rummel

Am Mittwoch, den 6.Mai passiert auch Aufregendes, da hat Lina, unsere Auszubildende, bereits ihre Abschlussprüfung und ich drücke ihr ganz fest die Pfötchen für einen guten Abschluß!!!
Danach möchte sie Tiermedizin studieren und ich bin traurig, dass sie uns im Sommer verlassen wird. Allerdings hat sie mir versprochen, noch bis August zu bleiben, da dann erst unsere neue Auszubildende, Selina, beginnen wird.
Also werde ich sie noch ein bisschen sehen und danach kommt sie uns auch ganz bestimmt besuchen! Mal sehen, wo sie ihren Studienplatz erhalten wird.
In der Praxis ist natürlich auch wieder viel passiert und ein paar Fälle möchte ich Ihnen kurz vorstellen:

„Chila“ die neunjährige Retrieverhündin von Fam.Seidl hat mir sehr leid getan, sie hatte ein Othämatom und musste deswegen operiert werden. Inzwischen hat sie aber wieder gute Laune und das Ohr sieht schon wieder recht gut aus!

 

Operiert werden musste auch „Byron“, der Flat Coated Retrieverrüde
der Fam.Vollstedt. Er ist ein begeisterter Frisbee Spieler und hatte im Eifer des Geschehens nicht bemerkt, das ein Kind einen Stein warf und fing diesen auf.

Es blutet aus der Pulpa

Leider schlug der Stein ihm die untere Hälfte seines rechten Eckzahnes ab, sodass die Pulpahöhle eröffnet war. Bei der dentalen Röntgenaufnahme stellte sich dann heraus dass auch die Wurzel frakturiert war und somit musste dieser große Caninus gezogen werden. Das war ziemlich viel Arbeit für mein

 

Byron geht es wieder gut

Frauchen, Dr. Rogalla, aber zum Schluß hatte sie den Zahn vollständig entfernt und die große Wundhöhle mit einem Flap verschlossen.
Einen Tag später konnte er schon wieder lächeln!

 

Mit den Zähnen hat auch ein ganz anderer Patient Probleme, nämlich „Romeo“ das Meerschweinchen der Fam.Fass. Er muß regelmäßig in Narkose, um einen fehlgewachsenen Zahn korrigiert zu bekommen.

Fam. Carl hingegen musste sich mit der Diagnose Diabetes mellitus auseinandersetzen. Ihnen war aufgefallen, dass ihre 13 Jahre alte Cairnterrierhündin „Bonny“ nachts manchmal Urin in der Wohnung verlor und auch vermehrt trank. Bei der Blutuntersuchung stellte sich dann heraus, dass „Bonny“ Zucker hat und Insulinspritzen erhalten muß. Inzwischen hat Fam. Carl den ersten Schock überwunden und die Behandlung und Kontrolle des Diabetes klappt sehr gut.

Das Häschen ist kaum zu sehen

Doro Dinter, die bei uns vor vielen Jahren Schülerpraktikum gemacht hat, dann oft als Aushilfe im Sommer in der Praxis gearbeitet hatte und inzwischen Humanmedizin studiert, hatte ein kleines Kaninchen gefunden und wir versorgten das erschöpfte Baby. Das Kleine ist doch supersüß!!!

 

Sehr hübsch finde ich auch „Cora“, die Havaneserhündin von Frau von Schulenburg. Alle sagen, dass wir uns sehr ähnlich sehen!
„Cora“ wurde kastriert und gleichzeitig wurden die persistierenden Milcheckzähne entfernt. Die wollten einfach nicht ausfallen und nahmen den bleibenden Eckzähnen Platz weg! Sie hat alles gut überstanden und kommt nun bald zum Fäden ziehen, dann sehe ich sie wieder!!!

Und beim nächsten Mal gibt es eine Überraschung zu erzählen!!!
Bis dann und einen wunderbaren Frühling für alle!

CIAO
Ihr BOBBY