August 2010

BobbyWau, jetzt haben wir schon Anfang August und meine feine Nase schnuppert morgens in der Früh schon Herbstluft, das fände ich schade, wenn jetzt schon der warme Sommer vorbei wäre! Ich liebe es nämlich, noch abends in der lauen Abendluft spazieren zu gehen.
Inzwischen bin ich ein älterer Herr geworden, am 6. September werde ich 13 Jahre alt, in meiner Lebenszeit hatte ich viele Möglichkeiten über Euch Menschen nachzudenken.
Mir geht es super, da ich ja ein Hund bin und ich werde wie alle anderen Haustiere geliebt und gepflegt, meinen Freunden, den Katzen zuhause geht es auch sehr gut, wir werden alle verwöhnt, aber oft denke ich an meine Mitgeschöpfe – an die Haus – und Nutztiere: Schweine, Hühner , Rinder , Enten, Kaninchen…
Nutztiere werden sie genannt, weil sie dem Menschen nützlich sind.
Sie haben den Menschen ihr Überleben gesichert und früher, als es noch nicht so große Maschinen gab, bei der Arbeit geholfen. Es ist uns Tieren zu verdanken, dass die Menschheit so weit entwickelt ist- ohne Ochsen und Pferde hätte das Land für den Ackerbau nicht gerodet und keine Häuser gebaut werden können, die Jäger hätten ohne unsere feine Hundenase und Ohren kein Wild aufgespürt und manche Lebensgefahr wäre zu spät entdeckt worden.
Und die Nutztiere sind heute noch nützlich, da sie immer noch das Überleben der Menschheit weltweit sichern.
Werden sie deswegen mit Respekt behandelt?
Das Schweizer Gesetz spricht von der Würde des Tieres, das deutsche Tierschutzgesetz immerhin von der Mitgeschöpflichkeit – keinem Tier darf unnötig Leid und Schmerzen zugefügt werden.
Wißt Ihr, dass Schweine so klug sind wie wir Hunde und genau so empfinden? Ja, wir Hunde können uns freuen, wenn Ihr nach Hause kommt, wir trösten Euch, wenn Ihr traurig seid, wir merken das, ohne dass Ihr es uns erklärt, wir haben ein feines Gespür für Gefühle, wir können auch traurig sein und können Angst haben. Dann seid Ihr für uns da und wir freuen uns darüber.
Jetzt habe ich gelesen, dass der durchschnittliche Deutsche pro Jahr 53 kg Schweinefleisch ißt, ein Schwein 12 Jahre alt werden kann, es keine Schweißdrüsen hat und sich deswegen suhlen muß, dass Schweine aber nur 6 Monate alt werden, da sie dann schon ihr Schlachtgewicht erreicht haben, sie sind dann 70 Mal so schwer wie bei der Geburt, nämlich 93 kg !
Dafür müssen meine genauso intelligenten, spiel- und lauffreudigen und extrem geruchsempfindlichen Mitgeschöpfe (Tier halt wie ich selbst) sechs lange Monate ohne Stroh und Auslauf, auf Betonspaltböden direkt über der Gülle sich vollfressen in riesigen Megaställen mit bis zu 10 000 Tieren!
Normale Bauerhöfe können so viel Fleisch in so kurzer Zeit nicht produzieren, die gehen Pleite, weil das Fleisch ja auch noch billig sein soll – so billig kann kein normaler Betrieb produzieren! Das ist Qual, das ist Leid zufügen, haben wir Tiere das verdient, wo wir Jahrhunderte an Eurer Seite gestanden haben?
Ich esse ja auch Fleisch, aber wir können viel dafür tun, dass die Tiere, die wir essen, zumindest bis zu ihrem Tod ein würdevolles Leben hatten! Ich bin für artgerechte Ställe – dafür muß man nicht unbedingt protestieren – Papier ist geduldig – Gesetze brauchen immer viel zu lange – am besten ist es, wenn wir unser Eß – und Einkaufsverhalten ändern, so können wir am besten über das Wohl unserer Mitgeschöpfe entscheiden.
Nach all dieser Nachdenklichkeit möchte ich Ihnen aber auch wieder Neuigkeiten aus unserer Praxis erzählen.
Ab August arbeitet bei uns Melanie als neue Auszubildende. Sie hat vorher im Senckenbergmuseum gearbeitet und freut sich riesig bei uns eine Ausbildungsstelle zu ihrem Traumberuf gefunden zu haben. Sie hat mir erzählt, dass sie im Museum viel gesessen hat und in den ersten Tagen haben ihr bei uns ganz schön die Füße gequalmt – bei uns ist nämlich immer was los und da müssen alle ganz schön flitzen. Ich finde sie sehr nett und ihren großen schwarzen Freund auch.

Tiger von Familie Rohmfeld ist mit ganzer Familie zum Impfen gekommen.
Die Rasselbande ist kaum zu bändigen.

Frau Belters kleine Cleo hatte Ohrmilben, sie ist genauso quirlig wie die vier Racker von Fam. Rohmfeld.

 

Jimmy von Frau Gorek kennen wir schon. Er war erst kürzlich zur Zahnsanierung bei uns und diesmal mussten wir ihm helfen, weil er eine Allergie hatte und es ihn fürchterlich überall juckte. Zum Glück ist das Dank Dr. Rummel wieder vorbei.

 

Der kleine Labrador Betty von Familie Hardt brachte zur Impfung gleich die ganze Familie mit, bei dieser Unterstützung lief alles glatt und Betty wartet auf ihr Leckerchen.

Frau Strödels Welpen haben wir schon im Bauch von Mama Brandy mit Ultraschall bewundert. Nun wurden sie uns live vorgestellt zur Erstuntersuchung.

Selina freut sich über die zwei Kleinen von Brandy

 

Die Dame im schicken grünem Body ist Jenny von Frau Blank, das kleine Kätzchen wurde kastriert.

 

Pascham

Hier ist die kleine Parson Russel Terrierhündin von Herrn Carrig in unseren Wartezimmer ganz aufgeregt, sie will unbedingt mit Pascham, dem großen Kangal – Mischlingsrüden spielen.

Die kleine Dame kam zur Impfung und der große Pascham, der nur ein paar Monate älter ist, wird nächste Woche kastriert.

 

 

Wo ist die süße kleine Dame?

 

 

Ja , heute stelle ich Ihnen hauptsächlich unseren Nachwuchs vor, noch zwei kleine Schönheiten:

Das kleine Kätzchen Mia von Frau Krones hatte großes Pech, es wurde von einem Auto angefahren und hat sich den Oberschenkel gebrochen und einen Leistenbruch zugezogen, die Kleine musste operiert werden. Wir drücken ihr alle ganz fest die Daumen, dass alles gut verheilt und sie bald wieder toben kann, sie ist ja noch ein solch kleiner Zwerg!

Jana, die kleine Chihuahua- Hündin der Familie Loeb wurde uns zur ersten Untersuchung vorgestellt. Sie ist kerngesund und wird nun während des Wachstums regelmäßig gescheckt.

Happy, der Podenco – Mix von Frau Strauch, wurde Dr. Rogalla vorgestellt, weil er Zahnstellungsprobleme hat.

Eins darf ich nicht vergessen : Mein Frauchen ist wieder auf Sendung : also nicht verpassen!
Mittwoch, am 25. August um 10.00 Uhr im HR 4:
Dr. Rummel live

Bis zum nächsten Mal verbleibe ich diesmal ein wenig nachdenklich
Ihr Bobby