August 2012

BobbyWau, da bin ich wieder und bin froh, dass es nach einer richtig heißen Woche heute etwas abkühlt und regnet! Für ältere Herren wie mich ist die Hitze nämlich ganz schön anstrengend und immerhin feiere ich im September meinen 15. Geburtstag!

Wie schon im letzten Newsletter angekündigt, gibt es Personalneuigkeiten in der Praxis:

Nathalie Kunze ist unsere neue Auszubildende und wir freuen uns schon auf die Zusammenarbeit. Nathalie ist glücklich, bei uns zur tiermedizinischen Fachangestellten ausgebildet zu werden und wechselt dafür auch ihren Wohnort.

Natalie mit der kleinen Katzendame Luisa der Fam. Peters

Heute möchte ich Ihnen noch über zwei Aktionen des deutschen Tierschutzbundes berichten, die uns allen sehr am Herzen liegen:

1.) Die übliche Form der Ferkelkastration spart an Geld und spart an Zeit. Aber sie spart nicht an Leid! Um das Entstehen des typischen Ebergeruchs zu verhindern, werden hierzulande jedes Jahr über 20 Millionen männliche Ferkel kastriert. Ohne Betäubung – bei vollem Bewusstsein, bei vollem Schmerz. Und das deutsche Tierschutzgesetz erlaubt diese Qual. (www.tierschutzbund.de/ferkelprotest.html)
Höchste Zeit, etwas zu tun. Wir fordern die Bundesregierung und die für Tierschutz zuständige Ministerin Ilse Aigner auf:
Ändern Sie das Tierschutzgesetz und verbieten Sie die betäubungslose Ferkelkastration!

Was können Sie tun?
Setzen Sie als Verbraucher ein Zeichen! Helfen Sie mit, diese Tierquälerei ein für allemal zu beenden!

  • Verzichten Sie auf Schweinefleisch – oder kaufen Sie es nur, wenn Sie sicher sein können, dass die Ferkel unter Narkose kastriert wurden.
  • Die Bauern, die sich NEULAND – derVerein für tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung – angeschlossen haben, garantieren dies!
  • Achten Sie generell darauf, nur Fleisch von Tieren aus artgerechter Haltung zu kaufen. Wenn nötig, bezahlen Sie etwas mehr für dieses Fleisch. Sie helfen damit den Tieren und verringern ihre Qual.

Beteiligen Sie sich an unserer Protestaktion unter www.ferkelprotest.de
Also ich bin ja auch kastriert worden, aber natürlich mit Narkose und Schmerzmittelgabe während und auch nach der Operation – das ist ja FURCHTBAR ohne Betäubung! Da habe ich mit den Ferkeln sehr viel Mitleid und habe mich dem Protest gleich angeschlossen!

2.) Sind wir gegen den Verkauf von Hunde- und Katzenwelpen im Zoohandel.
Züchter und Halter sollten keine Welpen an einen profitorientierten Zwischenhändler liefern. Auch verantwortungsvolle Interessenten sollten niemals in einem Zoohandel nach einem passenden Welpen suchen.
Die Tiere können dort nicht verhaltensgerecht untergebracht werden. Für die Welpen sind die begrenzten Räumlichkeiten eine Qual, die Präsentation bedeutet dauernden Stress. Auch ihren sozialen und zeitlichen Ansprüchen kann nicht Rechnung getragen werden.
Hundewelpen sollten direkt nach der Entwöhnung von der Mutter innerhalb der so genannten Prägephase, die circa mit der zwölften Woche endet, zum späteren Halter. Dies ermöglicht den Aufbau einer guten und stabilen Bindung an eine Bezugsperson und die Gewöhnung an die zukünftigen Lebensumstände. Fehler und Mängel in der Prägephase der Welpen können zu lebenslangen Verhaltensproblemen führen. Isoliert und reizarm gehaltene Jungtiere entwickeln durch sozialen Erfahrungsentzug zwangsläufig solche Störungen.
(www.tierschutzbund.de/aktion/kampagnen/heimtiere/welpenverkauf.html)

Also, ich bin damals von meinen Frauchen direkt bei meinem alten Zuhause abgeholt worden, das war auch nicht einfach meiner Mama und meinen Geschwistern Aufwiedersehen zu sagen, aber das neue Zuhause hat mich gleich begeistert und ich hatte nur ganz kurz Heimweh! In so einen Zooladen hätte ich auf keinen Fall gewollt!
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie sich mit uns engagieren und an beiden Aktionen teilnehmen und diese auch im Verwandten- und Bekanntenkreis publik machen!

Außerdem möchte ich Ihnen natürlich, wie immer, einige Patienten aus unserer Praxis vorstellen:

Frau Marchi brachte uns gleich eine ganze Katzenfamilie zur Impfung mit. Sind British KurzhaarMama „Tessa“ und die Welpen „Gioia“, „Neo“ und „Lauro“ nicht supersüß?

Herr Erol-Hebel stellte seine Glückskatze „Pepper“ auch zur Impfung vor. Die dreifarbige Dame ist eine Schnurrweltmeisterin!

Hunde haben wir diesen Monat natürlich auch viele geimpft und zwei Welpen davon zeigen wir Ihnen im Bild.

„Yoshi“ der Akita Inu Rüde der Familie Marks ist ein gut gelaunter Prachtkerl und freut sich immer, wenn er in die Praxis kommen darf.

Da ist„Golden“, der Rehpinscherwelpe der Familie Tilgner, eine etwas andere Gewichtsklasse!
Beide haben die Impfung sehr gut überstanden!
Es ist immer wieder beeindruckend, wie viel unterschiedliche Hunde aus dem gemeinsamen Vorfahren, dem Wolf, herausgezüchtet wurden.

Zur Goldakupunktur kam Frau Tresselt mit ihrem Labradorrüden „Alan“, der Probleme mit dem Bewegungsapparat hatte.

Und aus dem großen Bär wurde – so wie sein Herrchen es sagte – nun ein Goldbär!

Ebenso wie Alan wurde auch der schöne Rottweiler Bär von Herrn
Schäuffler vergoldet.

Das Zwergkaninchen der Familie Wolf wurde kastriert.
Nun muß das Böckchen noch ca 3 Wochen warten bis es endlich zu seiner Freundin darf – aber dann ist Kuscheln erlaubt! Kaninchen sollten auf keinen Fall in Einzelhaltung gehalten werden, da sie ausgesprochene Gruppentiere sind.

Zur Akupunktur wurde der kleine „Rocco“, der Havaneserrüde von Frau Amberg, wegen chronischer Magendarmprobleme durch seine Haustierärztin überwiesen.

„Ava“ die kleine Jagdhundmixhündin von Frau Gilbert wurde ebenfalls kastriert und marschierte schon 1 Tag später munter in die Praxis.

Frau Kopschick und ihre Tochter „Melena“ stellten uns überglücklich ihre Katze „Wolke“ zur Allgemeinuntersuchung vor. „Wölkchen“ war 3!!! Monate verschwunden gewesen und nun 600 g leichter aber sonst putzmunter zurückgekehrt. Da war die Wiedersehensfreude auf beiden Seiten riesengroß! Zu gerne hätten wir alle gewusst was passiert war und wo sie die ganze Zeit gesteckt hatte – aber wir haben „Wölkchen“ leider nicht verstanden!

Mit dieser schönen Geschichte möchte ich mich heute von ihnen verabschieden – ich gehe jetzt noch eine Runde schnüffeln, eine meiner Lieblingsbeschäftigungen.

CIAO
Ihr Bobby