Dezember 2010

BobbyWau, da bin ich wieder und habe richtig gute Laune,
jedes Jahr freue ich mich sehr über den ersten Schnee und tobe durch die weiße Landschaft – mit meinem neuen Mäntelchen ist mir auch gar nicht kalt!
Bald ist ja Weihnachten und ich hoffe auf Leckereien und lange Spaziergänge! Mein Frauchen

Dr. Rummel ist am Mi 8.12. im Radio im HR4
von 10 – 11 Uhr


und diesmal sind auch Weihnachtsgeschenke für Tiere eines der Themen der Sendung – da bin ich mal gespannt!
Thema ist natürlich auch wieder, dass wir Tiere nicht als Weihnachtsgeschenk geeignet sind und viele von uns nach den Feiertagen im Tierheim abgegeben werden, wenn die Entscheidung nicht wohlüberlegt war.
Wichtig ist auch herauszufinden, welches Tier denn gut zu dem jeweiligen Menschen passen würde und hier gibt es sehr gute Hilfestellung auf der Seite des Deutschen Tierschutzbundes
www.tierschutzbund.de/publikationen.html
Allerdings ist Weihnachten und insbesondere auch Silvester für uns Tiere auch manchmal ganz schön stressig und deswegen habe ich mir ein paar Sicherheitstipps überlegt:

  • ein schön dekorierter Weihnachtsbaum ist für Katzen eine echte Herausforderung. Sie können beim Klettern den Baum zum Umstürzen bringen und deswegen rate ich, lieber Lichterketten statt echte Kerzen zu verwenden.
  • Glaskugeln sollten besser vermieden werden und auch Dekoration in Augenhöhe unserer Stubentiger sollte besser aufgehängt werden,
  • Glitzernde Schnüre wie Lametta und Engelshaar laden zum Knabbern ein und sind sehr gefährlich, da sich der Darm darauf „auffädeln“ kann und wir daran sterben können.
  • auch Kunstschnee und Glitzerstaub bekommt uns gar nicht
  • Ziervögel vertragen keine Räuchermännchen, Aromalampen, Raclette- und Fonduedämpfe und das Harz des Weihnachtsbaumes kann ihr Gefieder verkleben

Vor der Knallerei an Silvester haben die meisten von uns Angst und deswegen brauchen wir eine ruhige Rückzugsmöglichkeit in der Wohnung. Beim Spazierengehen sind wir Hunde an diesen Tagen besser angeleint, um nicht plötzlich aus Angst wegrennen zu können.
Meine Frauchen haben mir erzählt, dass es auch sanfte Medikamente gibt, die zur besseren Angst- und Panikbewältigung gedacht sind und speziell in diesen Tagen sehr hilfreich sind! Allerdings müssen sie schon einige Tage vorher verabreicht werden.
Sprechen Sie uns doch in der Praxis darauf an!!!

Und da Tierliebe eben nicht nur unsere Heimtiere umfasst, sondern auch die sogenannten Nutztiere, will ich zu speziell zu Weihnachten daran erinnern, dass der berühmte Weihnachtsbraten ein lebendiges Tier war und dass bei der Kaufentscheidung die Herkunft, Haltungs- und Schlachtbedingungen dieses Tieres mitbedacht werden sollten!

Mein Frauchen, Dr. Rogalla, war Anfang Dezember auf einer Dermatologie – Fortbildung, um all unsere Patienten, die Probleme mit der Haut haben noch besser betreuen zu können!
Häufig erreichen wir hier mit Akupunktur als unterstützende Maßnahme zur schulmedizinischen Therapie sehr große Erfolge!

Auch dieses Jahr werden wir statt Weihnachtskarten zu versenden ein Projekt durch eine Spende unterstützen es werden wieder die Wölfe und Wildkatzen in unserer Heimat sein.
www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/index.html

www.wildkatze.info

Es geht auch darum, dass für wandernde Wildtiere Korridore geschaffen werden.
Erst am 3. November kam der Vater des einzigen Rudels in Brandenburg im Verkehr zu Tode, hoffen wir, dass die verbliebenen Welpen es schaffen.
Der Verkehrstod ist die häufigste nichtnatürliche Todesursache bei Wölfen und rangiert damit vor bekannten illegalen Abschüssen. Seit 2000 sind auf Deutschlands Straßen zehn Wölfe im Straßenverkehr umgekommen. Dieser Wolf war jedoch das erste Elterntier unter den Opfern.

Bei den Wildkatzen gab es dieses Jahr einen großen Erfolg. In der Rhön fand Mitte November im Projektbereich „Rettungsnetz Wildkatze“ die seit langem geplante Zukunftskonferenz „Wanderwege für Wildkatze und Co. in der Rhön“ statt. Hoffen wir, dass die Konferenz mithilfe vieler Unterstützer neue Korridore schaffen kann.

Und jetzt möchte ich gerne noch ein paar Geschichten aus der Praxis erzählen:
Wir haben in unserem Klientel auch sehr viele kleine Heimtiere und Herr Spatter kam mit 6 Kaninchen zur Impfung, die Transportidee fand ich super!

Herr Brandt zeigte uns seine Chinchillas „Karlchen“ und „Mäxchen“, die beiden sind total süß!
Leider hatten sie sich mit einem Hautpilz infiziert und mussten regelmäßig ein Medikament erhalten, was wir in der Praxis eingaben.

Mäxchen kann wieder knabbern

Karlchen mit Sinah

 

„Mäxchen“ hatte leider auch Probleme mit den Zähnen und Dr. Rogalla führte in Inhalationsnarkose die Zahnkorrektur durch. Kurze Zeit später war der Kleine schon wieder topfit und kann nun auch wieder schmerzfrei kauen. Er hat auch gleich wieder an Gewicht zugelegt.

Mit den Zähnen hatte auch „Gratsiya“, die kleine Kaninchenteckeldame von Herrn Lewantowitsch, Probleme. Bei ihr mussten die Milcheckzähne gezogen werden – nun kann sie perfekt zu Weihnachen lächeln – ist sie nicht bezaubend!?

Noch eine junge Dame hat mir sehr gut gefallen, „Luna“, der Cotton de Tulearwelpe von Frau Schmidt kam zur Impfung und Erstberatung zu uns. Selina, unsere Auszubildende im ersten Berufsjahr, hält die weisse Lockenpracht im Arm.

Ganz andere Probleme hatte „Albert“, der 8-jährige Kater der Familie Weigl. Er hatte einen offenen Bruch des rechten Unterarms und musste sehr aufwendig in der Uniklinik Gießen versorgt werden. Zeitweilig führten Unfall und chirurgische Versorgung zu einer Lähmung der Nerven der Vordergliedmaße, aber inzwischen geht es ihm schon viel besser und er kann die Pfote wieder aufsetzen. „Albert“ kommt regelmäßig zur Nachkontrolle und zur Anwendung des Magnetfeldes, was die Heilung der Fraktur unterstützt.
Wir freuen uns sehr, dass er auf dem Weg der Besserung ist und alles gut überstanden hat!!!

Das Meerschweinchen der Familie Rothe „Henry“ war eine ganze Woche bei uns zur Intensivbetreuung, da es schlecht fraß – inzwischen geht es besser und wir drücken alle Pfötchen, dass der Kleine wieder fit wird.

Die Irish Wolfshound-Deerhound-Mix Hündin „Erna“ von Frau Decker kam als Notfall zu uns. Sie hatte sich einen sehr grossen Hautlappen von der Flanke bis zum Ellbogen (eigentlich die halbe Seite ca 30 x 30 cm groß) abgerissen und musste sofort in Narkose operiert werden.

Da Dr. Rogalla auch Hauttransplantationen durchführt, kann sie bestens bei uns versorgt werden.
Nun kommt sie täglich zur Nachsorge und zum Verbandswechsel.
Den schicken Body haben wir ihr zum Schutz der großen Wunde bestellt, sie musste ein wenig warten, da sie die Größe extralarge braucht !

So und nun muß ich raus zu dem weißen Pulver!
Ciao, Ihr Bobby