Dezember 2011

Bobby

Wau, ich freue mich Ihnen wieder Geschichten aus unserer Praxis zu erzählen. Ich warte schon die ganze Zeit darauf, weil ich diesmal eine richtig schöne Weihnachtsgeschichte erzählen kann, mach ich aber erst zum Schluß, zunächst kommen die anderen wichtigen Informationen.

Also zunächst möchte ich Sie darüber informieren, dass wir Dienstag
Nachmittag unsere Sprechzeit berufsfreundlich verlängert haben:

Dienstag Nachmittag ist jetzt Sprechstunde von
16.00 bis 19.00 Uhr

 

Dann möchte ich Ihnen einen Katzenkumpel vorstellen, der noch viel älter ist als ich!
Das ist Pascha von Frau Seemann, der inzwischen 20 Fahre alt ist und zum Impfen und Seniorcheck kam. Es war alles in Ordnung. Ich möchte noch einmal erwähnen, dass wir älteren Tiere besonders geschützt werden müssen, da wir anfälliger sind und die Impfung (Impfung Hund) schützt uns enorm.

Pascha mit 20 Jahren in bester Form

Pauline auf dem Schoß von Frauchen?

Auch Pauline, die immerhin schon 10-jährige Hündin von Frau Kunz kam in Begleitung ihrer Freunde zum jährlichen Seniorcheck. Mein Frauchen nimmt mir auch immer Blut zur Kontrolle ab, sogar zweimal jährlich! Das geht ganz fix, und sie sagt mit immer, dass es ganz wichtig sei, Veränderungen im Vorfeld zu erkennen, um sie dannschon behandeln zu können.

 

Das sei viel besser als erst dann, wenn wir schon richtig erkrankt sind. Deswegen bekomme ich auch jeden Tag Tabletten für mein Herz, meine Durchblutung, meine Schildrüse und meine Arthrose – und es geht mir prima- manchmal tobe ich noch wie ein junger Hund über die Wiese.

Sina mit Frauchen

Sina, die 8-jährige Hündin der Familie Simon wollte nicht mehr richtig fressen und spazieren gehen, leider war sie ein Notfall und musste sofort operiert werden. Sie hatte eine hochgradige Gebärmutterentzündung. Der Uterus war schon so dick mit Eiter gefüllt war, dass wir befürchten mussten, dass er platzt. Er wog 2,5 kg ! Zum Glück waren wir schnell genug und am nächsten Tag kam Sina in ihren Body schon viel munterer in die Praxis zur Nachkontrolle.

 

 

Ganz junge Kumpels waren auch da, der kleine Yorky – Welpe von Herrn Matella hatte Durchfall wegen Kokzidienbefall.

Benny sitzt nicht gerne still

Sie wissen ja, dass mein Frauchen auch Fachärztin für Akupunktur ist. So bekommen wir auch immer wieder Fälle überwiesen, die nach schulmedizinischen Erkenntnissen austherapiert sind. Dazu gehört auch der Parson Terrier von Frau Royer- Vogel, der in kurzen Abständen trotz aller Epilepsiemedikamente Anfälle bekam.



Nicht immer haben wir Erfolg, doch mit der zusätzlichen Akupunkturbehandlung hat Benny nun keine weitern Anfälle mehr bekommen, hoffentlich bleibt es so. Zur Zeit braucht er nur noch einmal im Monat zur unterstützenden Akupunktur zu kommen.

Spike erhält einmal im Monat Elektroakupunktur wegen seiner Hinterbeinschwäche. Das Laufen geht wieder viel besser.

Der bildschöne Schäferhundrüde Benny von Frau Kucharsky-Melzig kommt zur Goldakupunktur. Dr. Rogalla hat schon die erste Hündin der Besitzerin mit dieser Methode erfolgreich behandelt und so soll auch Benny mit seinen HD-Problemen die Goldimplantation erhalten.

 

 

 

 

So, und nun erzähle ich Ihnen, was mich diesen Monat am meisten gefreut hat. Im Notdienst brachte uns die Feuerwehr ein angefahrenes Kätzchen. Es hatte den Unfall gut überstanden, doch wem gehörte die Katze?
Sie hatte zum Glück eine Tätowierung im Ohr, doch leider ist diese nicht bei TASSO gemeldet worden. So erfuhren wir wieder nicht, wohin sie gehörte.
Doch wir konnten anhand der Tätowierung den Tierarzt ausfindig machen, der das Kätzchen kastriert und tätowiert hatte – vor 2 Jahren! Es war damals ein Tierheimkätzchen – doch Tierarzt und Tierheim befinden sich über 100 km von uns entfernt –und Dr. Rummel machte nach vielen Telefonaten endlich die Leute ausfindig, die damals die Katze aus dem Tierheim zu sich genommen hatten – aber auch sie wohnen über 100 km von Nidderau entfernt in Nordrheinwestfalen. Konnte das möglich sein? Wie kam das Kätzchen nach Nidderau?
Dr. Rummel rief bei den Leuten an und löste ein Sturm von Freude aus.
Ja, ihre Katze Lilly, dreifarbig, mit dieser Tätowierung wird von Frau Oertel und ihren Kindern seit einem Jahr vermisst. Sie wollen sie sofort abholen kommen, doch wir schicken zur Sicherheit ein Foto von unserem Findling. Da ist die Freude noch größer – es ist tatsächlich Lilly – seit einem Jahr verschwunden – endlos lange gesucht und die Hoffnung schon längst aufgegeben, dass sie noch leben könnte. Familie Oertel kam sofort – sie konnte es nicht abwarten, und Samstag nachmittag schlossen sie überglücklich
Lilly in die Arme. Auch Lilly war glücklich, ihr Mauzen sagte deutlich, dass sie ihre alte Familie wiedererkannt hatte. Wir waren alle wirklich gerührt, als die Drei nun überglücklich Ihren fast 150 km langen Heimweg antraten. Lillys Abenteuer auf der Suche nach Hause werden wir nie erfahren – doch nun ist sie angekommen – pünktlich zu Weihnachten.
In diesem Sinne wünschen wir alle Ihnen ein glückliches, besinnliches Weihnachtsfest – und auch diesmal spenden wir, statt Weihnachtspost zu schicken, für das Überleben unserer Wölfe und Wildkatzen in unserer Heimat.

www.wildkatze.info
www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/index.html

Frohe Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr

Ihr Bobby