Dezember 2019

Wau, da bin ich wieder – und es ist der letzte Monat des Jahres – Weihnachtszeit. Ich bin gespannt, ob es dieses Jahr Schnee gibt. Denn ich liebe es, bei Sonnenschein durch den glitzernden Schnee zu sausen, am besten ist Pulverschnee, den ich dann mit meiner Nase schieben kann.

Wie die meisten von Ihnen wissen, bin ich ein Tierschutzhund und ich bin super glücklich ein Zuhause gefunden zu haben – warum ich das gerade jetzt erwähne?

Es ist eine traurige Wahrheit – immer noch werden Tiere zu Weihnachten verschenkt und leider landen davon viele Monate später in Tierheimen. Das ist grausam.

 

Eine kleine Bilanz aus dem Hamburger Tierheim vom letzten Jahr: nach Heiligabend wurden 38 Tiere ausgesetzt, 14 ins Tierheim gebracht und zu den Sommerferien waren dann 780 Tiere abgegeben.

 


Egal ob ein kleines Meerschweinchen oder ein großer Hund oder eine schmusige Katze bei Ihnen einziehen soll – die Entscheidung muss sehr wohl überlegt sein – denn jedes Tier macht Arbeit, braucht Zuwendung und viel Zeit – und es wird viele, viele Jahre bei Ihnen sein:

Ein Meerscheinchen oder Kaninchen wird bei guter Pflege gerne 8-12 Jahre alt. Der Hund begleitet Sie 10 -16 Jahre und getoppt wird das Lebensalter von unseren Stubentigern.

Diese werden inzwischen auch mal 20 Jahre alt — da kann das Kind schon erwachsen geworden sein und auswärts arbeiten oder studieren wollen.

Was ich damit sagen will? Die Entscheidung, ein Tier bei Ihnen einziehen zu lassen, muss sehr, sehr gut überlegt sein, denn es bleibt jahrelang an Ihrer Seite, Sie übernehmen die Verantwortung über ein bis zwei Jahrzehnte – es ist keine kurzfristige Wunscherfüllung: die ganze Familie muss gemeinsam die Entscheidung tragen – Kinder haben keine Vorstellung von der Dauer der Verantwortung.

Auch müssen Sie sich im Vorfeld Gedanken darüber machen, was mit den neuen Hausfreunden im Urlaub geschehen soll.

Deswegen – ich freue mich über jeden Kumpel, der ein Zuhause findet, das Leben mit Tieren ist bereichernd – überdenken Sie die Entscheidung gründlich. Am besten fragen Sie auch bei uns in der Praxis nach, denn wir sind die Experten, die Sie am besten beraten können – und das nicht nur zur Weihnachtszeit!

Natürlich erzähle ich Ihnen auch wieder, was alles in der Praxis passiert ist:

Frau Schröder und Ihre Tochter stellten ihre zwei zauberhaften kleinen British Kurzhaardamen vor. Leider hatten die beiden 10 Wochen alten Welpen eine Menge Untermieter; nämlich Einzeller, die sog. Giardien, die sich im Darm aufhalten. Nun werden Woy und Roxi Medikamente gegen diese Parasiten (siehe Fuchsbandwurm und Achtung Zecken) einnehmen, wir werden den Kot erneut überprüfen und erst wenn sie die kleinen Ungeheuer los sind, werden wir die Impfungen durchführen können.


Lola mit Sara

Lola, die 9 jährige Europäisch Kurzhaarkatzendame von Frau Mohr, hat unsere Herzen im Sturm erobert. Auf Grund eines Mammatumors wurde sie operiert und musste auch zu einigen Nachsorgeterminen kommen. Sieht sie nicht super aus in Grün? Leider ist der Tumor sehr bösartig gewesen und wir drücken ihr alle Daumen und Pfötchen!


 

Herr Repp stellte uns seine kleine charmante Cavapoo Hündin Elsa zur Impfung vor. Bei diesem ersten Termin haben wir uns Elsa vorgestellt, die Allgemeinuntersuchung mit ihr geübt, sie mit Leckerchen belohnt und auch geimpft. Die Kleine hat alle bravourös gemeistert! Super! Und mit Ihrem Herrchen haben wir schon viele Themen angesprochen: Fütterung, das Üben des Tierarztbesuches zuhause, die weiteren geplanten Impfungen, die Möglichkeit einer Krankenversicherung, den Zahnwechsel (siehe Milchzahnprobleme beim Hund und persistierende Milchzähne)… und auch dass wir uns im ersten Jahr häufiger sehen werden, um die Entwicklung von Elsa gemeinsam zu verfolgen und bei jedem Besuch weitere wichtige Themen wie auch z.B. Parasitenvorsorge, eine eventuelle Kastration u.a. anzusprechen.


Wie jeden Monat hatten wir natürlich viele Tiere, die zur Impfung kamen – mein Frauchen nennt das Gesundheit aus der Spritze !

Fleki, die süße halbjährige Katze von Familie Turic wurde auch geimpft (siehe Das erste halbe Jahr im Leben eines Katzenwelpen und Gesundheitsprogramm für Ihre Katze),  wir führten auch sofort einen Bluttest auf Leukose und FIV durch. Deswegen hat sie am Beinchen noch den grünen Druckverband, Erfreulicherweise war das Testergebnis für beide Infektionserkrankungen negativ und so wurde Fleki auch gegen Leukose geimpft. Auch ein Kastrationstermin wurde bereits besprochen.


Der Kater Chuie wurde ebenfalls geimpft. Herr Bauner stellte das hübsche Kerlchen vor. Wir besprechen immer sehr individuell das Impfprogramm bei Katzen, da die Lebensbedingungen sehr unterschiedlich sind (z.B. Wohnungs- oder Freigängerkatze) und auch das Alter eine Rolle spielt. Es gilt immer der Grundsatz: So wenig wie möglich – soviel wie nötig!


 

Frau Armbrust kam mit Mila, ihrer 9 Monate alten Berner Sennhündin, wegen einer Conjunctivitis follicularis und Mila lies sich sehr tapfer und lieb die Augen genau untersuchen. Vorerst wird sie konservativ mit Augentropfen behandelt und bei einer weiteren Kontrolle werden wir den Erfolg der Therapie überprüfen.


Ganz zum Schluß stellen wir Ihnen noch Samur, den schon 15-jährigen Kater von Frau Zeyen vor. Samur kommt regelmäßig zu uns, da er an Bluthochdruck und Hyperthyreose leidet und seine Werte überprüft werden müssen. Er wurde von Dr. Rummel auf die entsprechenden Medikamente eingestellt und es geht ihm gut, und sein Frauchen ist sehr glücklich.


Auch dieses Jahr werden wir wieder zu Weihnachten für die nächsten wilden Verwandten unserer geliebten Hunde und Katzen spenden.

Auch wir helfen, damit Wolfsfamilien bei uns überleben können.

Vor rund 150 Jahren wurden die Wölfe bei uns ausgerottet. Jetzt sind sie zurückgekehrt. Doch nicht überall ist der neue Nachbar willkommen. Ängste und Vorurteile machen es ihm bei uns sehr schwer. Kümmern wir uns gemeinsam darum, dass der Wolf in Deutschland dauerhaft eine Heimat findet!
https://www.nabu.de/spenden-und-mitmachen/spenden/wolf.html


Die Europäische Wildkatze war vor 100 Jahren in Deutschland fast ausgerottet – nur wenige Tiere überlebten unter anderem in der Eifel, im hessischen Bergland und im thüringischen Hainich. Von dort aus eroberten und erobern sich die Tiere langsam immer mehr ihrer alten Lebensräume zurück. Heute kommt die Wildkatze wieder in weiten Teilen Mittel-, Südwest und Süddeutschlands vor. Wildkatzen sind keine verwilderten Hauskatzen, sondern Wildtiere und echte Ureinwohner Europas. Deutschland trägt laut Bundesamt für Naturschutz eine besondere Verantwortung für den Schutz der Wildkatze, da Deutschland im Zentrum ihres Verbreitungsgebietes liegt.
https://www.bund.net/spenden-und-unterstuetzen/hier-koennen-sie-helfen/spendenprojekt-wildkatze-retten/?wc=21739

Wir freuen uns, Ihre Lieblinge auch 2020 wieder zu beraten und zu betreuen. Das machen wir gerne.

Samira und das gesamte Team der Praxis wünschen Ihnen eine schöne Weihnachtszeit und ein gesundes Neues Jahr.