Februar 2017

Wau, da bin ich wieder und nach all den kalten Tagen habe ich nun schon Frühlingsluft in der Nase!

Mir geht es trotz meiner Allergien richtig gut – ich bekomme Spezialfutter und werde desensibilisiert, und wenn meine Haut trotzdem mal ganz schlimm juckt und brennt, erhalte ich unterstützende Medikamente und Akupunktur. Wir Haustiere werden sehr, sehr gut behandelt – zählen so richtig zur Familie, werden heiß geliebt und gut versorgt.

Ganz anders sieht allerdings das Leben der sogenannten Nutztiere aus und mir wird immer ganz traurig und eng ums Herz, wenn ich mir das Leben und Sterben unserer Schweine, Rinder und des Geflügels vorstelle. Insbesondere wenn ich bedenke, dass Schweine genau so klug sind wie wir Hunde und genau so empfinden wie ich.

Sogar Menschen, die sich als tierlieb verstehen, essen häufig sehr viel Fleisch und bezahlen dafür so niedrige Preise, daß eine artgerechte und leidfreie Haltung und eine möglichst stressfreie Schlachtung dafür schlicht unmöglich sind.

Deutschland bleibt ein Land der Fleischesser – das zeigt auch der letzte Ernährungsreport. Zwar sagen 89% der Befragten, dass ihnen gute Ernährung sehr wichtig ist, aber die Deutschen essen viel zu viel Fleisch – nicht gesund! Im Durchschnitt werden 60 kg Fleisch/Jahr/Person verzehrt! Gesund wären allerdings maximal 24 kg laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Besonders Männer zählen zu den „Fleischfressern“. Um diesen „Bedarf zu stillen, wird unter sehr unwürdigen Verhältnissen „Fleisch produziert“, denken Sie daran, jedes Stück Fleisch ist ein Tier, welches so lange es lebt, nicht leiden sollte.

Deswegen möchte ich Sie darum bitten, Ihre Tierliebe nicht nur auf uns Haustiere zu beschränken!

Auch Schweine, Rinder, Kaninchen, Lämmer, Hühner,… empfinden Glück, Leid und Schmerzen!!! Sie haben ihr Mitgefühl verdient und die größte Macht, Einfluß zu nehmen, haben Sie über Ihren eigenen Konsum:

  • essen Sie deutlich weniger Fleisch oder werden Sie Vegetarier
  • achten Sie auf die Herkunft der tierischen Lebensmittel
  • kaufen Sie Bio-Fleisch aus der Region
  • diskutieren Sie das Thema im Verwandten und Bekanntenkreis
  • fordern Sie Gesetze, dass nur noch tierische Lebensmittel aus nachweislich tiergerechter Produktion angeboten werden
  • verdrängen Sie nicht ihr Mitleid, Ihre Tierliebe und Ihre Empathie, wenn Sie einkaufen gehen oder in ein Restaurant gehen


Und nun möchte ich noch einige Patienten aus der Praxis vorstellen:

Frau Scharch stellte uns Ihre drei Katzenschönheiten zur Impfung vor und dabei führt mein Frauchen Dr. Rummel immer eine ausführliche Gesundheitsuntersuchung durch.

Bei den Somalikatzen „Kiki“ und „Romy“ lagen deutliche Zahnerkrankungen vor und für beide wurde ein Zahnsanierungstermin mit Dentalröntgen vereinbart. Leider haben viele Katzen Probleme im Zahnbereich und diese werden meist nur durch das dentale Röntgen erkannt – wie beim Zahnarzt werden mit einer besonderen Röntgenanlage nur die Zähne geröngt. Zahnschmerzen zählen zu den schlimmsten Schmerzen – ersparen Sie das Ihrem Liebling und stellen ihn regelmäßig mindestens 1 x jährlich zur Zahnkontrolle vor!
Der süße Cocker-Mix Welpe „Willi“ der Familie Witzle hat auch Zahnprobleme aber ganz anderer Art. Das Kerlchen hat nämlich eine Zahnfehlstellung und Dr. Rogalla – sie ist auch auf Zahnbehandlung spezialisiert – korrigiert diese durch eine sog. Aufbißschiene.

Im Abdruck ist deutlich zu erkennen, dass der Unterkiefer zu schmal ist und die Unterkiefereckzähne in den Oberkiefergaumen drücken, die Aufbißschiene wird die Unterkiefereckzähne nach außen lenken. Nächste Woche wird diese Zahnkorrekturschiene eingesetzt werden und in 4 Wochen ist dann alles wieder ok.

Über so etwas kann der Hamster „Bueno“ von Frau Seelig nur lachen! Der Winzling kam zur Pediküre und alle Krallen wurden sorgsam geschnitten.


 

Dann sehen wir natürlich jeden Monat süße Hundewelpen und stellvertretend stellen wir Ihnen heute „Oskar“ einen kleinen blonden Golden Doodle Charmeur vor.

Familie Muth brachte „Oskar“ zur Impfung in die Praxis und Johanna ist ganz begeistert von ihrem neuen Freund.

Wir freuen uns „Oskar“ im ersten Lebensjahr regelmäßig zu sehen um Gewichtsentwicklung, Zahnwechsel, Muskelaufbau und vieles mehr zu verfolgen.

Die kleine Fly von Herrn Zeller hat mit ihren 13 Jahren jetzt Knieprobleme entwickelt (Patellaluxation), und wird behandelt. Sie kennt sich gut aus bei uns und deswegen verschafft sie sich einen guten Überblick übers Wartezimmer vom Tisch aus.

Und nun halte ich meine Nase in die Luft und laufe noch eine große Runde im Sonnenschein umher.

Bis zum nächsten Mal

CIAO

Ihre Samira