Februar 2019

Wow, nun ist schon ein Monat vom Neuen Jahr um, die Zeit fliegt.

Für die kleinen Ferkelchen stand zu Jahresbeginn viel auf dem Spiel, endlich sollte das vor 5 Jahren (2013) beschlossene Gesetz – Verbot der betäubungslosen Kastration – in Kraft treten.

Doch völlig unberührt von allen Protesten hat der Bundesrat das Gesetz zur zweijährigen Fristverlängerung für die betäubungslose Ferkelkastration gebilligt.

Der Berliner Verbraucherschutzsenator Dr. Behrendt formuliert es klar:

„Als Konsequenz sollen Millionen von Tieren in den kommenden zwei Jahren weiterhin gequält werden. Das ist eine Schweinerei.“

Das ist ein Sieg der Fleischindustrie, die 5 Jahre lang darauf vertraut hat, dass der Gesetzgeber einknicken wird – und sie hat es richtig eingeschätzt – unsere Regierung interessiert sich nicht für das Wohl der Tiere.

Die Pferde hingegen hatten Glück, der schmerzhafte Schenkelbrand ist ab Januar 2019 verboten. Hier hat der Tierschutz endlich zum Wohl der Tiere gesiegt.

Ich frage mich, warum Gesetze verfasst werden, Veränderungen beschlossen und Fristen gesetzt werden – um dann, wenn die vereinbarte Frist zur Realisierung der Beschlüsse erreicht ist, die Gesetzesbeschlüsse für nichtig erklärt werden.

Ich bin sehr betroffen und traurig, dass meine Mitgeschöpfe so gering geschätzt werden und einfach nur froh, dass ich als Hund auf die Welt gekommen bin. Da geht es mir richtig gut.

So freut es mich z.B., dass ich regelmäßig geimpft werde. Ich komme ja aus Rumänien. Da wird kaum geimpft und ich habe viele meiner Hundefreunde sterben sehen, die Kleinen an Parvovirose, viele an Staupe und auch noch ältere Hunde an Leptospirose.

So hat es mich sehr erschrocken gemacht, dass ich nun lesen musste, dass es bei uns auch wieder an Leptospirose erkrankte Hunde gibt, obwohl doch seit Jahren ein verbesserter Impfstoff auf dem Markt ist. Doch manche Besitzer lassen Ihre Hunde einfach nicht impfen – das geht auf Dauer nicht gut!

Man kann sich doch so leicht infizieren. Die Leptospiren werden von Füchsen, Igeln, aber vor allem Nagern übertragen. Diese Erreger können in diesen Tieren lange in den Nieren verweilen und werden täglich mit dem Urin ausgeschieden, in feuchten Böden und Gewässern bleiben die Erreger monatelang ansteckend.

Wir Hunde können diese dann über Schleimhäute (Trinken aus Pfützen, Lecken am feuchtem Gras…) und kleinen Hautverletzungen aufnehmen und dann zerstören die Leptospiren Leber, Niere, Milz … Leider kündigt sich die Krankheit oft leise an, mit einem Husten, Bauchweh, Durchfall Appetitlosigkeit, Schlappheit, Augenentzündung …, doch haben sie sich erst im Körper ausgebreitet, sind wir nur noch schwer zu retten. Wir können trotz Intensivtherapie sterben.

Die Leptospirose ist eine Zoonose und auch Ihr Menschen könnt schwer erkranken. Manchmal bricht die Krankheit bei Euch erst nach 10 – 15 Jahren aus und dann ist es zu spät.

Also, was ich in aller Kürze sagen wollte:

Impfung schützt und ich bin froh, dass ich immer gut geimpft bin. Dann ist die Gefahr viel, viel geringer zu erkranken – und natürlich muss mit dem besseren Impfstoff geimpft werden.

Mein Frauchen sagt immer „ein kleiner Pieks rettet Leben” – und ich weiß sehr genau, dass es stimmt!

Deswegen lasst bitte, bitte meine Kumpels impfen – denn dann ist die Gefahr von Impfdurchbrüchen sehr gering!

Jetzt hat es ja schon ein paar Mal geschneit und es wird auch mancherorts Salz gestreut. Das brennt teuflisch und ich bin froh, dass ich nach jedem Spaziergang die Pfoten gewaschen bekomme und sie anschließend mit Creme gepflegt werden.

Außerdem erhalte ich gemeinsam mit meiner Katzenfreundin zuhause Zusatzmittel ins Futter, damit in der kalten Jahreszeit das Immunsystem gestärkt wird.

Nun stelle ich Ihnen wieder einige Freunde aus der Praxis vor:

Der kleine Whisky ein Bichon frise Rüde von Frau Braumann, hier auf dem Arm von Jessica, startet gut geschützt durch die Impfungen so langsam ins Erwachsenwerden.

Natürlich sind Impfungen auch für die Katzen existentiell wichtig!


Die zwei schönen Ragdollkater Caleo und Raven von Frau Bräuer ließen sich impfen – und nahmen genauso wie Whisky den Pieks ganz cool. Sie spazieren neugierig durch den Behandlungsraum, das ist auch viel spannender als der kleine Pieks.

 

 

 

 


hier auf dem Arm unserer Schülerpraktikantin Patricia

Frau Effenberger kommt regelmäßig mit Tommi, da er an chronischer Niereninsuffizienz leidet. Die regelmäßigen Infusionen unter die Haut helfen, das Fortschreiten der Krankheit aufzuhalten und schützen vor den Nebenwirkungen, wie z.B. Übelkeit und Appetitlosigkeit. Tommi ist einer von unseren Filmstars!

Erkennen Sie ihn wieder?


Der 12-jährige Sammy von Frau Reitz bekommt Blutdruck gemessen, eine wichtige Kontrolle bei Katzen ab 8 Jahren, da ältere Katzen, ähnlich wie Menschen, sehr häufig unter Bluthochdruck leiden. Erhalten die Samtpfoten dann rechtzeitig blutdrucksenkende Medikamente, so schützt sie das vor den fatalen Folgen (z.B. Glaukom, Blutungen ins Auge …)

 


Ganz zum Abschluß stelle ich Ihnen noch zwei Schönheiten von Familie Warmbronn vor:

 

 

 

 

 

 

 


die beiden Abessiner – Bengalenmix- Kater Groot und Wall – E. Beide hatten etwas Schnupfen und Bindehautentzündung und wurden von Dr. Rummel behandelt.

Auch Laura findet die beiden total süß!

So – nun fahre ich in den Schnee!

Bis bald

Ciao Ihre Samira