Januar 2003

BobbyWuff, der Start ins Neue Jahr war für uns alle gut, die Silvesterknallerei habe ich mit meinen Katzenfreunden auf dem Sofa verbracht. Ich habe mich bisher noch nie vor den Krachern gefürchtet, doch am Silvestertag haben mir einige Jugendliche , vermutlich mit einem Intelligenzquotienten weit unter dem Schnitt der Pisastudie einen Böller unter den Bauch geworfen – das hat mich sehr erschrocken und ich gehe nicht mehr so unbedarft auf die Straße.
Unsere Katzen allerdings fanden das Feuerwerk am Himmel hoch interessant und haben sich am Fenster die Nasen plattgedrückt.

 

 

 

 

 

Am neugierigsten war natürlich wieder Sarangha, die Dritte im Bunde, die ich Ihnen versprochen habe diesmal vorzustellen.

Sarangha ist etwas ganz Besonderes, eine golden glitter spotted Bengalkatze! Mein Frauchen hat lange auf sie gewartet, sie stieß als letzte zu uns – und sie wurde von ihrer Züchterin höchstpersönlich gebracht.

Wow, nicht nur ich, sondern auch Shahin und Sira waren tief beeindruckt.
Von meiner maman habe ich einen guten Sinn für Schönheit vererbt bekommen und ich gerate ins Träumen, wenn Sarangha im Sommer am Teich spielt und die Sonne ihr Fell ganz golden aufleuchten läßt.

Shahin, Sira und ich haben unseren Augen nicht getraut als sie mit einem Satz in den Teich sprang und auf Fischfang ging, ich dachte immer, daß Katzen wasserscheu wären, aber Sarangha liebt Wasser. Sie spielt auch gerne mit dem Wasserstrahl, wenn Frauchen im Sommer die Pflanzen im Hof gießt.
Vor Übermut springt sie in Riesensätzen durch den Garten- zwei bis drei Meter Höhe schafft sie locker aus dem Stand.
Shahin und Sira suchen sich den Weg auf den Wohnzimmerschrank in Etappen: vom Sessel aufs Sideboard und dann in die Höhe, ich dachte ich faß es nicht, als Sarangha das erste Mal mit einem lockeren, elegantem Satz aus dem Stand – schwupp , vom Teppich auf dem Schrank sprang.
Naja, das wundert alles nicht, wenn man wie ich weiß, wo die Bengalen herkommen: Wilde Bengalkatzen aus dem asiatischen Raum wurden mit zahmen Rassekatzen gekreuzt : Egyptian Mau, Abessiner, getupfte Orientalisch Kurzhaar und American Shorthair.
Erst seit 1988 gibt es diese Rassekatzen in Deutschland.
Sarangha ist eine F6 Generation, d.h. daß ihre Ur-Ur-Ur-Ur-Oma noch eine Wildkatze war und sie sieht tatsächlich aus wie eine Katze im Leopardenfell, die Hinterbeine sind höher als die Vorderbeine, daher die enorme Sprungkraft, sie ist äußerst geschmeidig und muskulös, zutraulich und hochintelligent.
Ganz ehrlich, da bin ich manchmal richtig eifersüchtig, denn Frauchen bringt ihr genau wie mir kleine Kunststücke bei.
Apportieren spielen kann ich auch nicht mehr alleine , wie wild flitzt sie dem Ball hinterher und ist immer schneller als ich.
Naja , bin ich Katze oder was? Soll sie doch, dafür darf ich auch immer als Einziger ihr Näpfchen auslecken, sie läßt mir extra etwas übrig und dafür kann sie mir alle Bälle der Welt vor der Nase wegschnappen.
Daß Shahin wieder ganz der Alte ist und seine Darmoperation gut überstanden hat, hatte ich ja schon erwähnt.
So, nun aber ciao, im Februar geht’s weiter, mich finden Sie jeden Tag auf der Baustelle unsere neuen Praxis im Arkadenhof, sie wird super !
Ihr BOBBY
Januar 2003

Christiane JaegerChristiane Jaeger war unsere neue Auszubildende im 1. Lehrjahr. Leider mußte sie uns aus gesundheitlichen Gründen verlassen.Wir wünschen ihr alles Gute für ihren weiteren Lebensweg.