Juni 2020

Wow, nun ist es schön warm und das hilft sehr, die Corona- Abstände einzuhalten und wir alle hoffen, dass bald ein Impfstoff gefunden wird, damit das Leben aller sich wieder normalisiert.

An diesem Virus erkennen nun Alle, wie wichtig eine Impfung ist.

Das gilt auch für uns Tiere, wir kennen nur inzwischen solche schrecklichen Seuchenzüge nicht mehr, weil wir alle durchgeimpft sind. Mehr als 65% der Population muss einen Schutz haben, erst dann kann ein Virus kontrolliert werden. Ein Schutz baut sich auf über eine durchgestandene Infektion – falls sie überlebt wird oder einfach über die Schutzimpfung.

Bei Corona hoffen nun alle inständig, dass rechtzeitig der Impfstoff entwickelt wird, denn eine Infektion von über 65 % der Bevölkerung, um den Virus unter Kontrolle zu bringen, will niemand haben – das würde noch unendlich viele Opfer fordern.

Wir haben durch die Impfungen über Jahrzehnte so viele Seuchen eingedämmt, an denen früher Mensch und Tier genauso erkrankt oder verstorben sind wie jetzt bei der Coronapandemie : Kinderlähmung, Masern, Pocken, Typhus, Leptospirose, Tollwut…

Nur wenn Alle die Impfregeln einhalten, werden wir diesen wunderbaren Zustand halten können. Dies ist ein eindringlicher Appell an Alle, die meinen Impfungen seien überflüssig.

Nur wenn wir weiterhin die hohe Impfrate von über 65 % halten, haben wir die Sicherheit, dass die Viruserkrankungen sich nicht wieder ausbreiten – also sollten doch alle verantwortlich die Möglichkeit des Impfschutzes nützen – und wie wir an Corona sehen, brauchen den Schutz insbesondere die Älteren, da sie häufig ein geschwächtes Immunsystem haben.

So – und jetzt möchte ich Ihnen wieder Neues aus der Praxis berichten

Bei uns ist jeder Tag anders und wir erleben jeden Tag ganz unterschiedliche Fälle, Tiere, Patientenbesitzer*Innen und Situationen. Das ist sehr schön an unserem Beruf, es ist nie langweilig und sehr oft können meine Frauchen und ihr Team helfen. Allerdings weiß ich auch nie, wann mein Abendspaziergang stattfinden wird und manchmal wird es auch sehr spät, aber ich komme jeden Morgen gerne in die Praxis und freue mich, unser Team zu begrüßen.
Natürlich möchte ich Ihnen auch wieder einige unsere vielen Patienten vorstellen.

Die beiden Katzenwelpen Lin und Luke von Frau Neuhaus fand ich total süß. Die beiden haben mit Bravour ihre Impfung überstanden und starten nun geschützt gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen in ihr Leben. Mein Frauchen, Dr. Rummel, unsere Katzenspezialistin, bespricht mit Ihnen immer sehr individuell, welcher Impfplan für Ihre Katze der richtige ist – immer angepasst an die Lebenssituation.

Auch über unsere vielen Katzensenioren  (siehe auch: Fall des Monats 5/2005) freue ich mich immer. Es ist super wie lange es den Katzen mit einem regelmäßigem Gesundheitsprogramm und medizinischer Unterstützung gut geht.

 


Carlos, der nun bald 19-jährige Kater von Herrn Geyer, hat eine chronische Pankreatitis, eine Hyperthyreose und eine geringeradige Anämie (Mangel an roten Blutkörperchen), aber er ist weiterhin munter, erhält regelmäßig seine Medikamente und fährt nun bald wieder mit in den Urlaub.


Auch Ludwig, der schöne getigerte Kater von Frau Born, ist schon flotte 16 Jahre alt, auch er hat eine Pankreatitis, aber mit medizinischer Hilfe geniest er weiterhin gutgelaunt sein Leben.


Bianco, der schöne Maincoonmixkater von Familie Schäfer ist routiniert und und läßt sich den Blutdruck völlig cool messen.


Der französische Bulldoggenrüde Linus von Familie Weidmann ist von Dr. Rogalla kastriert worden und hat alles wunderbar überstanden. Da er rassebedingt ein höheres Narkoserisiko hat, haben wir den Eingriff mit der Inhalationsnarkose durchgeführt, natürlich war er auch an der Infusion und wurde während der Narkose gemonitort. Heute war er gut gelaunt zur Nachkontrolle da, der Kerl ist einfach super und total sportlich mit dem Reif.


Auch bei Zeus, dem 4-jährigen Kater von Familie Schmidt mußte Dr. Rogalla operieren – allerdings aus ganz anderen Gründen. Der Arme hatte 2 abgebrochene Eckzähne, er erhielt zeitnah einen Sondertermin und es wurde eine komplette Zahnsanierung durchgeführt. Leider stellte sich beim Dentalröntgen heraus, dass er FORL hatte (eine bei Katzen sehr schmerzhafte Zahnerkrankung) und es mussten noch weitere Zähne gezogen werden. Auch er kam einen Tag später bereits wieder munter zur Kontrolle.


Frau Breuer stellte ihre Katzendame Sissi wegen Schnupfen vor. Da es ihr nicht gut ging und sie bereits 12 Jahre alt ist, wurde auch gleich eine Blutuntersuchung durchgeführt. Die Werte waren erfreulicherweise gut und nach der Behandlung ist sie nun schon wieder auf dem Weg der Besserung.


Auch diesen Monat kamen wieder viele Hunde und auch einige Katzen in die orthopädische Spezialsprechstunde von Dr. Rogalla. Vielen chronischen Schmerzpatienten kann Dr. Rogalla mit der Goldimplantation helfen. Familie Fundheller aus Weimar war deswegen mit Dana, einer sehr schönen Rottweilerhündin, die an Arthrose in den Ellbogengelenken leidet, bei uns.


Frau Kappelmann kam mit ihrem 12- jährigen Labrador Leo in die orthopädische Spezialsprechstunde zur Beratung, er wurde mit einer Sonderform der Goldakupunktur zur allgemeinen Schmerzreduktion unterstützt. Diese sehr geeignet für alte Patienten, da hier keine Vollnarkose nötig ist.

 


Da hat Findus, der einjährige Kater von Herr Görges ganz andere Probleme. Der Kleine leidet leider an einer Form des Eosinophilen Graulomkomplexes und hat deswegen Probleme an der Oberlippe. Frau Krenn, unsere Assistentin, konnte ihm bereits helfen.

 



Und zum Schluss noch schnell die Geschichte von Darius, dem schönen Main Coon Kater von Familie Ahner. Der Kerl hatte doch tatsächlich einen Grashalm im Nasenrachenraum stecken, Gott sei Dank hat Frau Krenn ihn entdeckt und der Fremdkörper wurde sofort in einer Kurznarkose entfernt.

So – und nun genieße ich das schöne Wetter und mache einen Pfingstspaziergang.
Ciao Ihre Samira