Juni 2021

Wau, nun ist schon wieder ein Monat vergangen. Der Juni beginnt nächste Woche und auch wenn ich die Sonne liebe, bin ich froh über den Regen – der Boden ist viel zu trocken und ich bin immer sehr traurig, wenn ich durch den Wald laufe – so viele tote Bäume … nun hat es in großem Maße auch die Buchen, die als sehr resistent gelten, erwischt. Schaut man in die Kronen, dann sind sie sehr licht oder haben gar keine Blätter mehr. Das bedeutet, dass sie zu wenig Wasser haben, der Grundwasserspiegel ist durch die große Hitze in den letzten Jahren zu weit abgesunken – unsere Bäume verdursten. Das ist auch eine Folge des Klimawandels, unsere Erde wird Jahr um Jahr wärmer mit katastrophalen Folgen für vorerst die Pflanzen – und Tierwelt – dann – leider zum Schluss – erst für Euch Menschen.

Wussten Sie z.B., dass wir seit Beginn dieses Jahrhunderts 40 – Millionen Vögel weniger haben? Damals zählten wir in Deutschland im Durchschnitt 4 Vögel / pro Einwohner, heute sind es nur noch 2 -3 Vögel / Einwohner – vom Vogelsterben betroffen, sind hauptsächlich die Singvögel, die überall vorkommen: Spatzen, Amseln… Warum? Die Vögel verhungern, weil sie keine Insekten – in den letzten 30 Jahren verzeichnen wir einen Rückgang der Fluginsekten um 70 % – und Samen mehr finden: die Landwirtschaft braucht immer noch zu viele Pestizide, die intensiven Monokulturen ruinieren die Böden und rauben den Vögeln den natürlichen Lebensraum. Brachflächen werden immer weniger! Es gibt kaum noch Nahrung für unsere Vögel.

Ein guter Weg, dem entgegen zu wirken, ist, dass wir unseren Konsum einschränken, denn vieles, was wir konsumieren, hat sehr negative Auswirkungen auf die Umwelt und Menschen nicht nur bei uns, sondern in anderen Teilen der Welt. Würden wir zum Beispiel nur unseren Fleischkonsum mindern, müsste nicht so viel Regenwald zerstört werden zum Anbau von Energiefutter für die Kühe und Rinder, das würde wiederum auch die CO² – Emission und die Erderwärmung reduzieren, das Leben vieler Tiere retten und somit wiederum zur Artenvielfalt beitragen. Die Räder, die ineinandergreifen sind sehr zahlreich, wir kennen die Auswirkungen. Wir können sie sogar beeinflussen, wir müssen es nur tun – wir alle – jede Person kann tagtäglich einen Beitrag dazu leisten – und so können wir Politik und Industrie zwingen, unseren zukünftigen Generationen unseren Planeten in seiner Schönheit zu erhalten- die Resourcen sind endlich – jeder Baum, jeder Vogel, jedes Insekt, jeder Fisch, jede Maus … ist wichtig.
Ohne Natur- und Tierschutz werdet auch Ihr Menschen keine Zukunft mehr haben.

So – nun erzähle ich Ihnen einiges aus dem Praxisalltag, der uns allen jeden Tag Freude bereitet, da alle gerne meinen Vierbeinigen Freunden helfen.

Doch zuerst eine Neuigkeit: Sicherlich haben Sie schon unsere Assistentin Lina Krenn vermisst. Der Storch hat sich angemeldet – Frau Krenn ist schwanger und sie darf leider per Gesetz ab sofort nicht mehr in der Praxis arbeiten – das finde ich einerseits schade, doch andererseits freuen wir uns alle für sie und wünschen ihr viel Glück und Freude.

Sehr lange haben unsere Mitarbeiterinnen eine passende Katze für unseren langjährigen Kunden Herrn Klempera, einen älteren Herrn, gesucht. Leider mussten wir seinen alten Kater in hohem Alter erlösen und schnell war für Herrn Klempera klar, dass ein Leben ohne Katze gar nicht schön ist. Jessi hatte, nach vielen Recherchen, dann endlich Schoko gefunden: einen 7-jährigen EKH Kater, der sich schon wunderbar in seinem neuen Zuhause eingelebt hat. Schoko war bei uns zur Erstvorstellung, wurde geimpft und gründlich untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass ein Eckzahn im Oberkiefer abgebrochen ist und nun findet bald die Zahnsanierung statt.


Da könnte Meira, die schöne 11- jährige Maine Coon Dame von Familie Schäfer, Schoko alles erklären. Bei ihr wurde ebenfalls eine Zahnsanierung mit vorherigem Dentalröntgen durchgeführt. Vorher hat Dr. Rummel Blut genommen und ein Blutbild und einen Organstatus erstellt. Da hierbei der Früherkennungswert für die Niere erhöht war wurde gleich geplant, dass Meira noch einen Tag länger bei uns stationär an der Infusion blieb, um ihre Niere optimal zu unterstützen und sie hat alles wunderbar überstanden.                                                               

Zur Zeit werden uns sehr viele Welpen vorgestellt und wir freuen uns, die kleinen Lieblinge kennen zu lernen und sie auf Ihrem Weg zu begleiten. Im ersten Jahr gibt es regelmäßige Termine zu den Impfungen, Kontrolle des Zahnwechsels, Entwicklung des Bewegungsapparates und vieles mehr – wir beraten Sie gerne zu allen Fragen und möchten eine vertrauensvolle Beziehung zu Ihrem vierbeinigen Liebling herstellen.


Hier stellen wir Ihnen nun 3 sehr unterschiedliche Hundewelpen vor:

Frau Ebert – Katsiakoudis hat uns die niedliche Litzi zur Impfung und Gesundheitsuntersuchung vorgestellt. Die kleine Chihuahua-Yorki-Mix Dame ist 3 Monate alt und wurde auch mit einem Mikrochip gekennzeichnet.


Viel mehr Locken hat die 9 Wochen alte Donna. Die bezaubernde Großpudeldame von Familie Lüdtke wurde ebenfalls zu Untersuchung und Impfung vorgestellt.

Auch Luna, die schöne Schäferhündin von Herrn Lindner wurde von Dr. Rummel geimpft – wir freuen uns immer wieder sehr, mitzuverfolgen, wie aus einem kleinen Welpen ein erwachsener Hund wird.


Frau Zeh stellte uns Dobby vor, der kleine Kerl ist ein Russky Toy- Chihuahua – Rehpinscher Mix und völlig unerschrocken. Er wurde von Dr. Rogalla kastriert und gleichzeitig wurden ihm 4 persistierende Milcheckzähne entfernt. Sehr schnell war Dobby wieder munter und seine Besitzerin, Frau Zeh, sehr froh, dass er alles so gut überstanden hatte.


 

Bei Lani, der schönen schildplattfarbenen 8-jährigen EKH Katze von Frau Birgel, führte Frau Dr. Rummel einen Gesundheitscheck mit Blutdruckmessung und Blutuntersuchung durch. Das können wir allen älteren Katzen und Hunden nur empfehlen!
Vorsorge ist Fürsorge.


Der elegante einjährige amerikanische Collie Rüde Toona von Frau Porath hat seit längerem immer wieder Magen – Darm Probleme und wurde Dr. Rummel in einem akuten Schub vorgestellt. Es geht ihm nun schon viel besser mit der aktuellen Behandlung und wir werden nun die Grundursache seiner Probleme versuchen herauszufinden. Da drücke ich dem schicken Kerl schon mal die Pfötchen. Ich hatte selber am Anfang viel Probleme mit Durchfall und weiß, wie unschön das ist. Bei mir hat sich durch meine Allergiediät der Darm wunderbar erholt, und ich mache seitdem sehr schöne geformte Würstchen!


 

Zum Schluss stelle ich Ihnen noch den größten Patienten des Monats vor:
Flecki, der kleine Meerschweinchenbock von Familie Heißig-Finger


Das Kerlchen wiegt immerhin stolze 290 g und passt locker in eine Hand. Er wurde von Dr. Rogalla kastriert, da er schon seine Meerschweinchenfreundin decken wollte – nun geht es ihm schon wieder sehr gut und Familie Finger – Heißig muss nicht mit unerwartetem Nachwuchs rechnen!

So – nun strolche ich über die Wiesen
Ciao Ihre Samira