März 2010

BobbyWau, da bin ich wieder und man glaubt es nicht – es liegt tatsächlich schon wieder Schnee, aber das ist jetzt bestimmt die letzte Runde für die weißen Flocken und dann kommt bestimmt endlich das Frühjahr! Ich freue mich schon sehr auf die frischen grünen Wiesen, um darauf zu toben und zu spielen!
Mein Frauchen, Dr. Rummel, war am 24. Februar wieder auf Sendung im HR4 mit der Tiersprechstunde zu hören. Diesmal habe ich ganz besonders aufmerksam zugehört, da das Thema der Sendung auch mich persönlich betroffen hat.
Es ging nämlich um ältere Katzen und Hunde und darum, dass unsere Besitzer auf Veränderungen von uns achten sollen und uns auch regelmäßig zu Kontrollen und Vorsorgeuntersuchungen in der Tierarztpraxis vorstellen müssen, um uns frühzeitig bei Erkrankungen helfen zu können. Alter ist nämlich keine Krankheit, auch wenn bei zunehmendem Alter verstärkt medizinische Probleme auftreten können!
Bei mir zum Beispiel haben meine Frauchen eine Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) bei dem Seniorcheck festgestellt. Ich selbst habe mich immer so müde gefühlt und war beim Flitzen immer so schnell erschöpft. Seitdem ich meine Schilddrüsentabletten regelmäßig einnehme und der Hormomspiegel wieder normal ist, geht es mir wieder viel besser. Außerdem erhalte ich ein Medikament zur besseren Hirndurchblutung (kann ich nur weiter empfehlen) und unterstützende Präparate für die Gelenke. Manchmal fällt mir das Aufstehen schon schwerer und der Sprung in das Auto geht auch nicht mehr immer so elegant wie früher! Unsere drei Katzen haben gerade den Vorsorgeblutcheck gut überstanden und haben nun alle drei im März eine Zahnsanierung vor sich.
Na ja, man schläft ja dabei, ich fand es sehr entspannend. Als ich wieder aufwachte, waren meine Zähne wieder blitzeblank und die Zahnschmerzen waren wie weggeblasen!
Also liebe Katzen – und Hundeseniorinnen und Senioren – sagt euren Besitzern, dass ihr einen Vorsorgecheck braucht!
Für unsere Besitzer sind wir Hunde und Katzen übrigens auch eine Art Vorsorge, wir Tiere wussten das natürlich schon, aber nun haben es die Menschen endlich auch herausgefunden:
KatzenbesitzerInnen haben z. Bs. ein 30 (!) % niedrigeres Herzinfarktrisiko !!!
Leider wird mit uns Tieren trotzdem in vielen Situationen nicht respektvoll umgegangen. Besonders die sogenannten Nutztiere müssen häufig viel Leid erdulden. Um die breite Öffentlichkeit zum Thema Tierschutz zu sensibilisieren, wird dieses Jahr die erste internationale Konferenz zur Aufklärung über Tierschutz stattfinden. Vorbereitet wird sie u.a. durch die Förderation der Tierärzte in Europa (FVE). Das Motto gefällt mir sehr gut:

„Jeder ist verantwortlich“ – „ Everybody is responsible“

Verantwortung hat die Welttierschutzgesellschaft (WSPA) auch für die Tiere auf Haiti übernommen.
Mit einer mobilen Klinik leisten Tierärzte Hilfe vor Ort, führen Impfungen durch und stellen Futter für Haus- und Nutztiere zur Verfügung. Gerade die ärmsten Gemeinden sind von ihren Tieren abhängig, Nutztiere helfen auf den Feldern, erleichtern den Transport von Gütern und sichern den Lebensunterhalt.
(www.wspa.de)

Wir alle in der Praxis fühlen uns verantwortlich, Ihre Lieblinge auf einem hohen medizinischen Standard anhand der neuesten medizinischen Erkenntnisse zu therapieren. Um dies zu gewährleisten, bilden wir alle uns regelmäßig fort und in diesem Monat passiert wieder viel auf dieser Ebene.
Dr. Rogalla war diesen Monat auf einem Chirurgiekongreß und hat spezielle Seminare zu diesem Thema besucht. Außerdem wird sie noch an einer Onkologiefortbildung teilnehmen. Gerade Tumorerkrankungen nehmen auch in der Tiermedizin zu und das Wissen um chirurgische und optimal konservative Therapien ist hier überlebenswichtig.
Dr. Rummel wird eine Röntgenfortbildung besuchen. Unsere Assistentin Frau Greim und unsere Helferinnen Lina Kohnau, Sinah Strunz und Julia Kliem werden sich über die neuesten Erkenntnisse zum Thema Reisekrankheiten informieren. Sie sehen, wir haben einen fortbildungsintensiven März in der Praxis!
Mir gefallen sehr gut unsere praxisinternen Fortbildungen. Wer auf Fortbildung war, muss den anderen von den Neuerungen berichten, damit auch alle auf dem neuesten Stand sind. Bei diesen Vorträgen essen wir nämlich immer gemeinsam, meistens fällt dann eine Leckerchen für mich ab, was ich klasse finde.

So, und nun will ich Ihnen natürlich noch ein wenig von den Praxisfällen erzählen:
Familie Volpe stellte Dr. Rummel ihren Frettchenrüden „Charly“ vor, der schon länger hustete und massiven Zahnstein hat. Mein Frauchen stellte eine Herzerkrankung fest und nun muß „Charly“ Medikamente zur Stabilisierung einnehmen. Perspektivisch hoffen wir auch, eine Zahnsanierung vornehmen zu können.

Cooky unter Verband

 

Das Meerschweinchen “Cooky“ der Familie Heise hatte einen großen Tumor,  der von Dr. Rogalla entfernt wurde. Nun ist es wieder recht munter, der pathohistologische Befund war zum Glück gutartig.

Toby ist sehr gespannt

Ganz süß fand ich die kleine „Toby“ von Frau Kirchner. Sie ist eine Beagle-Mops-Dame und wurde bei
uns geimpft.

 

Sammy hat alles gut überstanden

 

Gut gefallen hat mir auch die kleine Rauhhaardackeldame „ Sammy“ von Frau Merz. Sie ist stolze Mama von 4 Rauhhaardackelwelpen und fraß plötzlich nicht mehr gut. Meine Frauchen stellten dann eine Pyometra fest und die Süße musste operiert werden.
Ihre Babys waren schon 4 Wochen alt, so dass bereits zugefüttert werden konnte, da „Sammy“ nach der Operation ihre Welpen ja nicht mehr säugen konnte. Die kleine Familie ist wohlauf und wir freuen uns dass „Sammy“ alles gut überstanden hat!!!
Weil diesen Monat alle auf Fortbildung sind hat mein Fauchen keinen Fall des Monats geschrieben, aber einen Artikel für unsere Frettchenliebhaber über die Ernährung von Frettchen.

Bis zum nächsten Mal –
Ciao
Ihr Bobby