Mai 2003

BobbyWuff, so haben Sie meinen neuen Freund erraten?
Ich glaub`s nicht, da das Riesenbaby aus dem fernen Afrika stammt.
Frau Katscher, die Besitzerin von Merlin (s. Niereninsuffizienz bei der Katze), hat uns zum 10- jährigen und zum Umzug mit dieser Patenschaft überrascht!
Wir sind nun stolze Paten von dem Elefantenbaby Thoma, das von seinem Pfleger Bernard betreut wird. Seine Mutter wurde getötet, vermutlich von Wilderern, und er irrte ganz alleine umher. Er wäre jämmerlich verendet, hätte man ihn nicht entdeckt und ins „Waisencamp“ nach Nairobi gebracht.

 

 

 

 

Elefantenbaby

Hier werden die Kleinen mit einer Spezialmilch aufgezogen und von jungen Wärtern Tag und Nacht betreut, sie schlafen sogar mit diesen „Babys“ im Stroh, denn die kleinen Elefanten gehen jämmerlich ein, wenn sie ohne Bezugsperson sind. Diese Wärter übernehmen eine große Verantwortung, denn sie müssen mindestens zwei Jahre mit den Kleinen zusammenleben.
In der Natur werden sie zwei Jahre lang gesäugt und von ihrer Mutter keinen Moment aus den Augen gelassen. Eine Elefantenkuh trägt 22 Monate und bekommt nur alle 4 Jahre ein Junges.
Nach 2 Jahren kann dann versucht werden, sie allmählich an das Leben in der Wildnis zu gewöhnen. Sie werden in den Tsavo-Nationalpark gebracht, wo sie mit Hilfe erfahrener, halbzahmer Elefantenkühe in die Herde eingegliedert werden.

Elefanten

Die ersten Erfolge kann dieses Hilfsprojekt zur Rettung der Elefanten schon verzeichnen.
Die älteren Waisen, inzwischen 10 –12 Jahre alt, haben sich aus der Obhut ihrer Betreuer verabschiedet und leben jetzt mit ihren wilden Artgenossen zusammen. Aber sie haben ihre Freunde nicht vergessen – immer, wenn sie sich mit der Herde in der Nähe aufhalten, kehren sie zu den jüngeren Waisen und ihren Betreuern zurück und spielen einige Stunden mit ihnen.
Elefanten vergessen nicht!
Wußten Sie ,dass unsere Dickhäuter immer noch von der Ausrottung bedroht sind?
Allein in den 80-ger Jahren starben pro Woche 2000 Tiere durch das Gemetzel skrupelloser Elfenbeinjäger! Zum Glück wurden Gesetze verändert, aber noch haben unsere Dickhäuter sich von dem Gemetzel nicht erholt!
Projekte wie „ Rettet die Elefanten Afrikas e.V.“ www.reaev.de helfen dabei, dass auch unser Thoma alt werden kann.
Ich weiß inzwischen, dass so ein grauer Riese 60 – 70 Jahre alt werden kann und eines Tages wird auch unser Kleiner ein kräftiger Bulle sein. Aber bis dahin hat er noch viel Zeit.
Also, ich finde es Klasse, einen so großen Freund zu haben!

Bis bald
Ihr Bobby
Mai 2003