Mai 2007

Bobby
Wau, da bin ich wieder und diesen Monat habe ich ganz viel Aufregendes zu berichten!
Wir waren ja mal wieder in Süditalien im Salento im Urlaub. Dort waren wir schon oft und deswegen kenne ich mich auch gut aus und habe meine Lieblingsolivenhain und meinen Lieblingsküstenspaziergang und natürlich meine Lieblingsbar mit meinem Lieblingsbarista, der mir immer ein frisches „Cornetti“ zum Frühstück gibt!
Einen Tag haben wir dann einen kleinen Ausflug zu meinem Lieblingspinienhain gemacht und haben dort einen jungen Schäferhundmixrüden gefunden, der ganz traurig mitten im Wald auf einer Jeansjacke saß und zu warten schien.

Volpino, todtraurig und verlassen.

In den Ortschaften sieht man ja viele Hunde, die keine Besitzer haben und meine Frauchen haben mir erklärt, dass leider in den südlichen Ländern viele Tiere herrenlos sind und ausgesetzt werden. Allerdings werden die Hunde in den Gemeinden von der Kommune gefüttert, die weiblichen Tiere werden kastriert und dann wieder ausgesetzt. Na ja, ich bin froh, dass ich ein schönes Zuhause habe, aber die Hunde bei uns im Ort waren gut genährt und sahen auch nicht unglücklich aus. Aber dieser Kerl saß alleine im Pinienhain ohne Wasser und Futter und schien nicht recht zu wissen, wie weiter, und bei genauerer Betrachtung stellte sich heraus dass er auch Bissverletzungen hatte. Wir haben ihn dann „Volpino“ (das ist italienisch und heißt Füchschen) getauft und ihn erst mal mit Wasser und Futter versorgt. Dann haben meine Frauchen die Wunden versorgt und ich muß sagen, das Kerlchen war sehr lieb und tapfer: er hat sich die ganze Behandlung super lieb gefallen lassen und hat sich dann noch ganz brav das alte Fell ausbürsten lassen! Ich persönlich kann Bürsten ja gar nicht leiden, aber „Volpino“ hat auch keine Locken und dann ist es bestimmt viel einfacher!

Dann haben wir verzweifelt ein Zuhause für ihn gesucht, meine Frauchen haben ganz viele Leute gefragt, und unsere italienischen Freundinnen haben ganz viel telefoniert und die Geschichte im Internet veröffentlicht .
„ Volpino“ wurde jeden Tag munterer und die Wunden heilten auch gut und EINEN Tag vor unserer Abreise haben wir dann ein schönes Plätzchen für ihn gefunden. SO EIN GLÜCK !!!
Dann haben wir ihn am letzten Abend mit Halsband und Leine, – ich fand Blau stand ihm am besten – Napf, Decke und Futter zu seinem neuen Zuhause mit Garten gebracht. Hoffentlich klappt alles gut dort, ich fand den Kerl nämlich richtig nett, auch wenn ich ein bisschen eifersüchtig war !
Das war unser italienisches Abenteuer!

In der Praxis passieren allerdings auch aufregende Dinge:
Nadine hat ihre schriftliche Prüfung gut geschafft und wird nun am 14.6. ihre praktische Prüfung haben – also noch mal alle Pfötchen für sie drücken- und wenn alles gut klappt, wovon wir ausgehen, ist sie dann ab dem 15. Juni Tiermedizinische Fachangestellte im 1.Berufsjahr bei uns !!!
Tanja Stengel ist glückliche Mama geworden und hat nun Elternzeit für erst mal 2 Jahre eingereicht. Ich freue mich für sie und den kleinen Lukas, auch wenn ich sie gerne wieder in der Praxis gehabt hätte!

Und jetzt die große Veränderung: Frau Wurthmann, unsere langjährige Mitarbeiterin und erste Kraft, hat zum 1.6. ihre neue Stelle in einer Anwaltskanzelei angetreten. Ja, da habe ich auch gestaunt, ich persönlich denke ja, dass es in einer Tierarztpraxis viel schöner ist, aber sie hat mir erklärt, dass sie sich noch mal beruflich verändern möchte und auch von einem etwas ruhigeren Leben mit geregelten Arbeitszeiten und einem frühen Arbeitschluß am Nachmittag träumt.

 

Frau Wurthmann an der Rezeption, wir lassen sie ungern gehen.

Frau Wurthmann war 12 Jahre bei uns, d.h., ich kenne die Praxis gar nicht ohne sie und bin sehr traurig, dass sie uns verlässt. Meine Frauchen sind auch traurig, aber wir wünschen ihr alles Gute für ihre Zukunft und zu Besuch kommt sie auf jeden Fall vorbei.

 

Die Rezeption werden jetzt Nadine und Steffi im Wechsel übernehmen, und wir haben zwei neue Mitarbeiterinnen zur Unterstützung in der Praxis. Das ist Tanja Ketterer, eine ausgelernte Tierarzthelferin, und Frau Hübsch, die hauptsächlich in der Sprechstunde helfen wird.

Tanja

 

Frau Hübsch

 

 

 

 

 

 

Im August gibt es dann noch die neuen Auszubildenden, d.h., wir haben diesen Sommer einen großen Umbruch in der Praxis mit vielen neuen Gesichtern. Wir hoffen auf ihr Verständnis, dass vielleicht manches am Anfang nicht ganz so schnell klappen wird, da ja alle sich erst mal in die neuen Aufgaben einarbeiten müssen!Und damit ich wenigstens noch ein ganz kleines bisschen aus der Praxis erzähle, in der natürlich auch viel passiert ist, hier noch schnell zwei Bemerkungen:

Cora vor der Praxis

Cora“ die Rottweilerhündiaus meiner letzten Geschichte, die wir an der Gebärmutter notoperieren mussten, hat sich super erholt. Sie kommt wieder voller Schwung in „Ihre Praxis“ gelaufen und Familie Hösle ist wieder sehr froh !!!

 

 

 

 

 

 

Der kleine Yorkshirerüde „Funia“ musste die persistierenden Milcheck- und Schneidezähne gezogen bekommen und Frau Ibra war überglücklich als sie ihn wieder im Arm hatte!
So und jetzt freue ich mich auf den Sommer !!!


CIAO Ihr Bobby