November 2013

shahinHallo, ich bin Shahin, ein hübscher Kater von 14 Jahren und seit 1999 Familienmitglied.
Wie Sie alle wissen, hat in diesem Sommer zu unserer aller Trauer unser Freund Bobby seine letzte Reise angetreten. Sehr lange war ich traurig, dass mein Hundefreund nicht mehr mit mir spielen kann, doch nun habe ich mich wieder gefasst und habe gedacht, es ist bestimmt in Bobbys Sinn, wenn ich Ihnen die Ereignisse aus der Praxis weitererzähle. Ich weiß eh alles, da Bobby uns Katzen zuhause immer erzählt hat, was los war.
Aber ich persönlich kenne die Praxis auch gut, da ich gerade in letzter Zeit des öfteren dort sein musste. Also, Kumpels, die Katzenstation ist sehr gemütlich, klar, zuhause schläft sich am besten, aber wenn man krank ist, dann freut man sich doch über ein warmes Lager und liebevolle Betreuung am meisten. Ich hatte leider eine schwere Pankreatitis– mir ging es wirklich sehr schlecht – und da war ich tagelang zur Intensivbetreuung auf der Station und habe so alles in der Praxis nochmals genau kennengelernt. Nun bin ich wieder gut drauf – na ja, so verfressen wie vorher bin ich noch nicht – doch trotzdem bin ich regelmäßig in der Praxis, da ich wie viele ältere Katzen auch noch an einer Hyperthyreose leide. Das tut zwar nicht weh, ich muß nur 2x täglich meine Tablette einnehmen und regelmäßig zur Blutkontrolle in die Praxis. So verliere ich nie den Überblick über das Geschehen dort!
Also, Dr. Rummel – als anerkannte Katzenexpertin – hat einen super Artikel in einer Schweizer Katzenzeitung zur Amputation einer Gliedmaße bei uns Katzen geschrieben. Leider ist es immer noch so, dass viele meiner Kumpels eingeschläfert werden, obwohl wir auf drei Beinen ganz elegant und schnell durchs Leben sausen können.
Auch mein Frauchen, Dr. Rogalla, hat einiges für uns Vierbeiner getan. Sie hat sich in einem Seminar über den aktuellsten Wissensstand bei der Kastration der Hündin informiert. Dr. Rogalla hat Julia Kliem, unsere Sprechstundenhilfe mitgenommen, da sie als Ernährungsberaterin dort auch noch einiges lernen konnte, denn ein sehr wichtiger Punkt nach der Kastration ist auch die richtige Ernährung.

Der Winter naht und einige unserer Genossen ziehen sich nun in eine Winterpause zurück. So war Luisa, unsere 64 Jahre alte Schildkröte von Frau Notz-Rittweger wieder zur letzen Entwurmung vor dem Winterschlaf da.
Das Mäulchen ist ein wenig weiß-verschmiert, da sie dieses Mal ein wenig störrisch bei der Eingabe war. Aber um gesund wieder im Frühjahr wach zu werden, muß das Mittel gefressen werden!

 

Das kleine Frettchen „Stinker“ von Familie Theilmann machte unserem Schülerpraktikanten Paul viel Spaß. Auf seinem Arm erwacht es gerade aus der Narkose, ein Tumor auf dem Rücken musste operiert werden.
Paul war mit Eifer beim Praktikum dabei, am liebsten war er im OP.
Wir freuen uns immer über Schüler-innen, die mit Freude ihr Praktikum ableisten.

Prächtig – und vor allen gesund sind die Welpen unseres Rottweilerzüchters vom Zwinger „Zur Pulvermühle“. Die Zuchthündin „Indra“ von Herrn Schäfer hat wieder superkräftige Welpen zur Welt gebracht.

Noch passen sie in eine Hand


Erinnern Sie sich noch die Kätzin Murli von Frau Kiefer? Im August musste sie notoperiert werden und mein Frauchen, Dr. Rogalla, entwickelte per Kaiserschnitt zwei kleine Welpen. Leider hat es nur eins geschafft. Dazu muß ich sagen, dass es ganz schwer ist, uns Katzen ohne unsere Mutter großzuziehen, wir verkraften das in der Regel nicht. Doch ich finde, der kleine Felix entwickelt sich zu einem prachtvollen Kerlchen.

Leid tat mir der kleine Hundewelpe von Frau Hartmann, er hat sich beim Spielen eine Zehe des linken Hinterlaufs verletzt und musste gegen die Schmerzen behandelt werden. Der Fuß musste gut verbunden werden und darf nicht nass werden, deswegen der große Schuh!

So, nun zeige ich Ihnen noch die schöne, erst drei-jährige Labrador-Hündin von Frau Rossmann. Smilla zeigte nach ihrer Kastration Harnträufeln, sie war einfach undicht. Damit sie nicht ihr Leben lang Tabletten einnehmen muß, hat ihr Frauchen sie bei uns zur Akupunktur vorgestellt. Es war zum Glück noch zeitig genug! Dr. Rogalla hat das wieder hinbekommen, nun ist sie wieder ganz dicht – und damit das so bleibt, kommt Smilla alle 4 Wochen zur Kontrolle und Akupunktur. Bis jetzt hat sie keinen Rückfall erlitten und Frauchen von Smilla ist superzufrieden ! Smilla nimmt die Akupunktur ganz lässig, meist schläft sie ein.

Ich hoffe, Sie sind mit meiner ersten Geschichte zufrieden, ich habe mir ganz viel Mühe gegeben. Ich gehe jetzt mal in den Garten ein wenig stromern zum Entspannen. Ach, und bevor ich es vergesse – wir Katzen entwickeln nach der Kastration keine Harnabsatzprobleme, das ist wirklich hundespezifisch! – Genaueres über Inkontinenz finden sie in einem Extra- Artikel unter Wissenswertes über Krankheiten. Viel Spaß beim Lesen.
Ciao, Ihr Shahin