November 2018

Wow, da bin ich wieder und bevor ich wieder einiges von unseren großen und kleinen Patienten erzähle, will ich ‚mal wieder etwas für unsere Vierbeiner sagen, ich muss immer wieder meine Stimme erheben zum Schutz meiner tierischen Freunde, die nicht in Euren Häusern leben.

Ferkelchen finden alle süß, sie dienen sogar als Glücksbringer – aber nur auf den Fotos, denn sonst haben die Schweine alles andere als Glück in ihrem Leben – auch wenn es so schön heißt „Schwein gehabt“.

Stellen Sie sich vor: Sie bringen ihren Hund oder kleinen Kater oder das kleine Kaninchen zur Kastration – und dann würde es heißen:

„Halten Sie Ihr Tier mal bitte ordentlich fest, wenn es schreit macht nichts – und nun schneiden wir den Hodensack auf und reißen die Hoden raus, und wenn es verblutet, macht nix – gibt ja genug Hunde und Katzen und Kaninchen – und stellen Sie sich nicht so an – geht doch alles ganz schnell und alles andere ist viel zu teuer und kostet viel zu viel Zeit – und Zeit ist Geld“.

Ich glaube, Sie würden entrüstet und entsetzt fliehen mit Ihrem Tier – und das ganz zu Recht, denn ein solches Vorgehen ist pure Tierquälerei. Jede/r von Ihnen kann sich vorstellen, wie sehr schmerzhaft die Kastration ohne Narkose und anschließendem Schmerzmittel wäre – und alle von Ihnen bezahlen gerne, dass Ihr Tier schmerzfrei in Narkose kastriert wird und anschließend Schmerzmittel erhält.

Sie alle möchten, dass Ihr Tier nicht leidet.

Doch die kleinen Schweinchen sollen das tun – weiterhin tun. Es ist schon Skandal genug, dass bis zum heutigen Tag immer noch ohne Narkose kastriert wird – und obwohl wir heutzutage genau wissen, dass Schweine so klug wie Hunde sind, Schmerz empfinden genau wie wir Menschen, schafft die Politik es nicht, ein Gesetz zu verabschieden, dass ein solches tierquälerisches Vorgehen unterbindet ???

Und das alles, weil sonst dass Schweinefleisch angeblich für den Verbraucher zu teuer wird? Würden Sie nicht gerne mehr bezahlen, wenn Sie wissen, dass die Tiere nicht gequält werden? Es geht nicht um den Verbraucher, es geht nur um Profit, und den machen die großen Fleischproduzenten, selbst die Bauern, die die Ferkel aufziehen, erhalten keinen Cent mehr – ganz im Gegenteil!

Zum Glück gibt es heute schon Betriebe, die die Tiere artgerecht halten und auch ohne gesetzliche Vorschrift vernünftigerweise und freiwillig jetzt schon die Ferkel mit Narkose schmerzfrei kastrieren. Es ist gut, diese zu unterstützen und dort einzukaufen – und zum Glück werden es immer mehr!

Nun fällt es schwer in den Alltag zurückzukehren, ich bin dann immer nachdenklich und traurig. Aber ich bin froh, dass in unserer Praxis alles getan wird, damit es uns Haustieren gut geht – ich sage immer: „Zum Glück bin ich im richtigen Fell geboren“.

Nun folgt wie immer einiges zu unseren Patienten:

Familie Bückle machte sich Sorgen um Molly, einer erst ein Jahr alten Bolonka Zwetna Hündin, die an einer schweren HD leidet. Damit ihre kleine Hündin deswegen nicht an Schmerzen leiden muss, sind sie extra aus dem Münchener Raum angereist, damit Dr. Rogalla sie mit der Goldakupunktur versorgt, wir haben schon Post bekommen, es geht ihr super.


 

Die schöne Rhodesian Ridgebackhündin von Frau Dr. Brückner erhielt Akupunktur gegen Harninkontinenz (siehe auch: Blasenschwäche (Harninkontinenz) – wenn die Hündin Urin verliert Presseartikel v. Dr. Rogalla), darunter leiden kastrierte Hündinnen manchmal. Auch bei ihr waren wir erfolgreich.

 


 

Die kleine Zwergpudel-Hündin „Pandorra“ von Frau Dr. Arndt wurde am Nabelbruch operiert, am nächsten Tag war sie schon wieder fit, hier im Arm unserer Schülerpraktikantin Alicia Muhs, sie war zwei Wochen bei uns, um in den Beruf der Tierärztlichen Fachangestellten hinein zu schnuppern.

Wir bilden immer wieder aus – und auch für das Jahr 2019 suchen wir wieder eine Auszubildende.

 


 

Der kleine Havanese „Toni“ von Herrn Benz wurde gründlich erstgecheckt, hier freundet er sich gerade mit Laura an. (Siehe: Impfungen d. Hundes)

Shaggy von Frau Turner kam zum Termin für die orthopädischen Sprechstunde von Dr. Rogalla im Kinderwagen, da er sich am Knie verletzt hatte. (siehe: Wenn Bewegung keine Freude mehr macht)


 

Und Franzy von Frau Keim hatte einen kleinen Tumor im Unterkiefer, der von Dr. Rogalla operiert wurde und dabei erhielt Franzy auch gleich eine professionelle Zahnreinigung. Der Tumor war gutartig, da kann Frau Keim wieder glücklich lachen.


 

Auch zu Dr. Rummel kamen wieder viele Patienten, ihre Katzensprechstunde ist immer voll und inzwischen hat sich auch herumgesprochen, dass unsere Praxis auch auf Katzen spezialisiert ist. Dr. Rummel betreut viele Patienten- auch ältere, die an den sogenannten Seniorkrankheiten leiden – wie chronische Niereninsuffizienz, Bluthochdruck, Hyperthyreose.

Der 14-jährige Findus von Fam. Volkmar leidet an Hyperthyreose und Bluthochdruck, er ist gut eingestellt und gut drauf, die Kontrolle verlief sehr zufriedenstellend- hier im Arm von Julia. Findus kommt schon sehr lange zu uns und kennt die Praxis sehr gut.

Ebenso wie Tommy von Frau Effenberger, der regelmäßig zur Infusionstherapie wegen seiner chronischen Niereninsuffizienz kommt, er „turnt“ gerne durch die Praxis und reicht völlig cool seine Pfote zur Blutentnahme – eine leichte Aufgabe für ihn. Dr. Rummel macht das mit sehr viel Ruhe und ohne Zwang, das gefällt allen Katzen.

 


 

Matthias hatte im Sommer sein Schüler-Praktikum bei uns gemacht, diesmal kam er mit seiner eigenen Katze „Luzie“ zur Impfung.

Der Kater „Otto“von Frau Pedain-Spitzlay hatte Juckreiz aufgrund von Herbstgrasmilben- er erhielt ein Medikament, damit sie ihn nicht mehr plagen können.

 


 

Der kleine Katzenwelpe „Barney“ von Frau Schmidt hat leider eine Erkrankung der Lunge, Im Röntgenbild waren die Veränderungen schon sehr deutlich. Er muss von Dr. Rummel noch länger intensiv behandelt werden. Ich drücke ihm die Daumen!

So, trotz Kälte sause ich nun nach draußen.
Bis bald – ciao- Ihre Samira