Oktober 2008

BobbyWau, da bin ich wieder, inzwischen sind schon ganz viele Blätter von den Bäumen gefallen und ich sause voller Begeisterung durch den Herbstwald. Leider gibt es im Wald immer noch ziemlich unangenehme Zeitgenossen – nämlich die Herbstzecken. Mein Frauchen hat mir vor einigen Tagen erst wieder so eine Flüssigkeit in den Nacken getropft, um mich gegen diese kleinen Quälgeister zu schützen. Ich bin immer garnicht so begeistert davon, denn ich finde, dass die Tropfen komisch riechen und manchmal ist mir auch ein Tag lang ein bisschen schlecht davon. Aber mein Frauchen hat gesagt, dass es sehr wichtig ist, da es bei uns nicht mehr kalt genug wird und ich wahrscheinlich nun das ganze Jahr diesen Schutz benötige. Na, lieber einen Tag ein bisschen schlapp sein, als Borreliose oder andere schlimme Krankheiten bekommen, sage ich mir da!

Bald kann ich mal wieder mein Frauchen, Dr. Rummel im Radio hören.
Sie wird am Mittwoch den 10.12. im HR4 102,4 von 10 – 11 Uhr zu hören sein.

Diesmal geht es um Tiere als Weihnachtsgeschenke und sie hat mir schon erzählt, dass sie auch darauf hinweisen wird, dass viele Tiere im Tierheim auf ein neues Zuhause warten.
Ein neues, schönes Zuhause hat auch „Lilly“, die kleine Katzendame gefunden. Frau Bachert hatte sie und ihre Geschwister doch tatsächlich in einer Mülltonne gefunden und sie gleich behalten und die anderen Kätzchen weiter vermittelt. Also, ich kann so etwas nicht verstehen. Wenn ihr Menschen uns wirklich nicht mehr behalten könnt, dann bringt uns doch zumindest in ein Tierheim, damit wir ein neues Zuhause finden können! Hätte Frau Bachert die 6 Wochen alten Kätzchen nicht gefunden, wären sie alle sicherlich gestorben! Einfach herzlos!

Frau Marino hat „Nero“, den Labradorwelpen, wegen einer eitrigen Bindehautentzündung vorgestellt. Nachdem mein Frauchen ihm eine Augensalbe mitgegeben hatte, wurden die Augen gleich besser und die Entzündung heilte ab.

Die Kaninchenbande von Frau Rietze wurde zur Allgemeinuntersuchung vorgestellt und da „Lupo“ bereits Probleme mit Blasengries hatte, wurde hier auch ein Kontrollröntgen durchgeführt.

Drei auf einen Streich: Lilli, Nikki und Lupo

 

 

Viktoria mit ihrem Findus

„Findus“, der apricotfarbene Kater der Familie Volkmar kam zur Impfung. Ich sehe das Kerlchen fast jeden Morgen, wenn wir zur Arbeit fahren und bin immer wieder beeindruckt, wie er an der Fußgängerampel mit all den Menschen wartet bis er bei Grün die Straße überqueren kann. Aber ein bisschen Angst habe ich schon um ihn, hoffentlich passiert ihm nichts bei seinen kleinen Ausflügen!

 

Die Familie Berndt brachte „Dino“, ihren Borderterrier
rüden, zur Kastration. Ich habe das ja auch schon hinter mich gebracht und habe „Dino“ noch mal alles erklärt und ihn getröstet, weil ein bisschen Angst haben wir ja alle vor einer Narkose und Operation. Einen Tag später kam er aber schon wieder gut gelaunt in die Praxis und war von den Leckerlis von Sinah begeistert.

 

„Emma“, die Golden Retrieverhündin der Familie Drechsler wurde zur Allgemeinuntersuchung vorgestellt. Mit den jungen Hunden üben meine Frauchen im ersten Jahr den Untersuchungsgang, kontrollieren das Wachstum, den Zahnwechsel und die Entwicklung des Bewegungsapparates und empfehlen, die Praxis auch mal ohne Termin zu besuchen, damit der Welpe uns kennenlernt, ein Leckerchen erhält, gewogen und gestreichelt wird, die Praxis beschnuppert und dann einfach wieder gehen darf.
So haben wir Hunde dann auch keine Angst vor Praxisbesuchen, da wir dort auch schöne Erfahrungen machen und alles schon kennen.

Bei „Zora“, der Deutsch – Kurzhaarhündin von Herrn Barthelmes, musste im Oberkiefer ein Eckzahn gezogen werden.

Zora wacht aus der Narkose auf

 

Mein Frauchen, Dr. Rogalla, hat ja eine Dentalstation und es hat alles wunderbar geklappt. „Zora“ ist ein sehr guter Rettungshund und ihr Herrchen und wir sind sehr stolz auf sie, sie hat schon viele wichtige Einsätze mit Bravour absolviert!

Natürlich kamen auch wieder viele Welpen zur Impfung und einige möchte ich ihnen vorstellen.

„Lilly“, die Flat coated Retrieverhündin der Familie Schneider, hat uns schon alle mit ihrem Charme um die Pfote gewickelt. Wir haben uns alle sehr gefreut über den Familienzuwachs, denn Familie Schneider musste sich erst schweren Herzens von ihrer Rottweilerdame „Ivana“ wegen einer schweren Krebserkrankung trennen.

Herr Burkhard kam mit „Sparky“ einem bildschönen Deutschem Schäferhundrüden zur Untersuchung und Impfung.

Sehr hübsch ist auch die Appenzellerhündin „Ronja“ der Familie Hösle, die ebenfalls geimpft wurde. 13 Jahre haben wir ihre Vorgängerin Cora betreut. Sie kam so gerne in unsere Praxis, dass sie immer freudig hineinstürmte und gleich von alleine auf den Behandlungstisch kletterte. Auch sie mussten wir von einem Krebsleiden (siehe Fall des Monats 08/08 und 04/07) erlösen und es sind bei uns allen viele Tränen geflossen. Auch wir hängen sehr an unseren Patienten, mit denen wir schon vieles erlebt haben.

Der kleine Labrador „Buddy“ der Familie Lüders hingegen war so krank, dass Dr. Rogalla ihn an die Infusion hängen musste, da er durch massiven Durchfall zu viel Flüssigkeit verloren hatte. Bei der Kotuntersuchung stellte sich dann heraus, dass er einen starken Giardienbefall hatte, der nun behandelt wird.

Sinah, unsere Auszubildende, war ganz aufgeregt als ihr eigener kleiner Kashmirwidderbock „Kowa“ kastriert wurde. Unsere Sprechstundenhilfen haben ja alle eigene Tiere und können sehr gut nachfühlen, wie aufregend es ist, wenn die kleinen Lieblinge krank sind oder operiert werden müssen. Sie kümmern sich sehr liebevoll und verantwortungsbewusst um unsere stationären Patienten.
Und wenn es mal wieder später wird in der Praxis, gehen sie mit mir schnell eine Runde spazieren, damit ich nicht solange warten muß und meine Geschäfte erledigen kann! Ich finde sie alle sehr nett!

Heute verabschiede ich mich mit einem Bild von meinem besten Katzenfreund „Shahin“, der sogar in meinem Hundekorb schlafen darf.

Warum Kaninchen kastriert werden sollten, erkläre ich Ihnen diesmal im Fall des Monats. Naja, Shahin und ich haben das schon hinter uns gebracht.

Ciao Ihr Bobby