Oktober 2009

BobbyWau, da bin ich wieder und freue mich über den schönen Herbst, den Sonnenschein und die Wiesen mit Apfel- und Walnussbäumen, über die ich sausen kann. Mit 11 Jahren bin ich jetzt auch schon ein Senior, das haben mir meine Frauchen erklärt, aber ich fühle mich fit, vor allem seitdem ich das Medikament für die Verbesserung meiner Hirndurchblutung nehme. Ich höre nun auch wieder ganz gut und stehe nicht mehr dumm da und wundere mich, warum Frauchen mir nicht Bescheid sagt, wenn wir die Richtung beim Spaziergang mal ändern.
Und ich kann wieder besser beim Radio zuhören!
Mein Frauchen, Dr. Rummel, ist nämlich am
Mittwoch den 28.10. im HR 4 von 10 – 11 Uhr
in der Tiersprechstunde zu erleben. Sie fährt an diesen Tagen immer nach Kassel, weil dort das HR 4 Studio liegt, und die ganze Sendung live gesendet wird.
Diesen Monat haben wir ein Wochenende den Notdienst im Main-Kinzig-Kreis und dann ist immer viel los. Der Dienst beginnt samstags um 9 Uhr und endet Montag früh um 9 Uhr, nämlich dann, wenn die anderen Praxen wieder mit ihrer regulären Sprechstunde beginnen. Das sind ganz schön viele Stunden, genau gesagt 48 Stunden! und manchmal gibt es nur sehr wenig Schlaf in den Nächten. Wir versorgen dann die Patienten von 14 Praxen und natürlich passiert immer etwas! Es ist schön, auch im Notfall helfen zu können, und auch unsere Assistentin, Frau Greim, und die Sprechstundenhilfen sind begeistert im Einsatz. Die anderen Tierarztpraxen haben gleich am Montag zu Beginn ihrer Sprechstunde die Rücküberweisungen ihrer Patienten vorliegen, und so ist eine optimale Versorgung gewährleistet. Wir Tierärztinnen und Tierärzte des Hanauer Kreise haben uns zusammengeschlossen und in guter Absprache versieht jede Nacht, jeden Feiertag und jedes Wochenende eine Praxis des Kreises den Notdienst, und wir sind stolz auf die gut funktionierende Zusammenarbeit zum Wohle aller unserer Patienten!
Landgrebe ist gelernte tiermedizinische Fachangestellte, hat dann begonnen Tiermedizin zu studieren und hat bei uns ihr 4-wöchiges Pflichtpraktikum nach dem 6. Semester abgeleistet. Es hat uns Spass gemacht, ihr einen Einblick in unsere Praxis zugeben und tierärztliches Knowhow zu vermitteln.

Stein in der Harnröhre

der herausmassierte Blasenstein

Natürlich will ich auch wieder Neues aus der Praxis erzählen:
Das Meerschweinchen „Paula“ der Familie Linhart hat große Probleme, wir haben Steine in der Blase, im Harnleiter und in der Harnröhre festgestellt. Wir haben es stationär aufgenommen und zunächst den Stein aus der Harnröhre herausmassiert . Nun kann es wieder schmerzfrei Urin absetzen und wir haben etwas Zeit gewonnen, um das weitere Vorgehen mit den Besitzern zu besprechen.




Schnuffi ist wieder oben auf

Frau Grundhöfer stellte uns ihre Katze „Schnuffi“ vor. Schnuffi litt entsprechend der Jahreszeit an einer Bronchitis und musste deswegen Medikamente nehmen.


„Miou“, die kleine 9 Wochen alte Bobtaildame von Frau Greiner, war topfit und kam, um sich vorzustellen und die Praxis kennen zu lernen.. Zuhause ist noch eine weitere Bobtailhündin „Juno“, die wir auch von klein auf kennen. Frau Greiner kam schon mit Ihrer alten Hundedame „Raija“ zu uns. Sie war wegen ihrer starken chronischen Schmerzen schon aufgegeben, doch Dr. Rogalla hat sie mit der Goldakupunktur bleibend von ihren Schmerzen befreit. Die kleine „Miou“ wurde gründlich untersucht. Dabei werden dann immer viele Themen angesprochen wie Impfung, Ernährung, Bewegung, Erziehung,… – im ersten Lebensjahr führen wir regelmäßig Untersuchungen durch, um die komplette Entwicklung des Welpen kompetent zu begleiten und ein Vertrauensverhältnis zum Tier aufzubauen.

Mogli mit seinem neuen Herrchen ist glücklich

Auch „Mogli“, der American Pitbull Rüde von Herrn Pradella, kam zur Erstvorstellung, Allerdings ist „Mogli“ schon 11 Jahre alt und hat die letzten Jahre im Tierheim verbracht. Wir freuen uns immer sehr, wenn auch ältere und schwierig zu vermittelnde Tiere im Tierheim noch mal ein schönes Zuhause finden. Familie Pradella und „Mogli“ sind sehr glücklich miteinander!

Frau Beutler hat ebenfalls einem besitzerlosen Tier ein neues Zuhause ermöglicht, und hat uns „Eli“ eine Riesenschnauzermixhündin aus Griechenland vorgestellt. Bei ihr wurde Blut genommen, um sie auf Reisekrankheiten zu testen, da diese Tiere aus Südeuropa manchmal mit Parasiten infiziert sind, die es in Deutschland nicht gibt. „Eli“ ist Gott sei Dank fit und gesund, Wird eine Infektion festgestellt worden, werden diese Tiere sofort behandelt, so dass möglichst gar keine klinischen Symptome auftreten und die Erkrankung geheilt werden kann.

 

Kira und Nico Schiffmann stellten uns ihr Sperlingspapageienpärchen „Bibi“ und „Theo“ vor und mein Frauchen, Dr. Rummel, führte eine ausführliche Haltungsberatung durch.

Frau Steffi Landgrebe hospitiert als Studentin und hilft bei der Operation, das kleine Kätzchen ist auf dem großen Operationstisch kaum zu sehen

Da hatte „Wölkchen“, der Katzenwelpe von Frau Kopschick, andere Sorgen. Die kleine Dame hatte die ganze Nacht so starken Durchfall, dass sie am Morgen einen massiven, sieben cm langen Darmvorfall hatte und sofort von Frau Dr. Rogalla operiert werden musste. Der Darm wurde nach Reinigung vorsichtig wieder zurück verlagert und dann wurde der kleine Popo kurzfristig etwas verengt durch eine sog. Tabaksbeutelnaht, um in den nächsten Tagen einen erneuten Vorfall zu verhindern. Was so alles passieren kann!
Inzwischen sind die Fäden gezogen und Wölkchen kann problemlos aufs Katzenklo.


Jessy ist wieder topfit und auch Lucy nach der Operation wieder quirrlig

Frau Schulte stellte „Jessy“ die Jack-Russel-Terrierhündin wegen Erbrechens vor und wir konnten ihr schnell helfen.


Die kleine Rattendame „Lucy“ von Frau Mack hatte einen schnell wachsenden Tumor an der rechten Flanke und wurde operiert. Sie hat alles gut überstanden und fand eigentlich den Verband am schlimmsten!
Mein Frauchen, Dr. Rogalla, operiert jeden Vormittag kleine und große Patienten und ich schaue manchmal auf unserer Station nach, wer alles auf dem OP-Plan des Tages steht.

Jerome auf der Station auf einem Luftkissen, damit es keine Druckstellen gibt. Er kann ja nicht stehen!

Ganz viel Pech hatte „Jerome“, der kleine Katerwelpe von Herrn Rust. Er ist aus großer Höhe gestürzt, hat sich beim Aufprall beide Vorderbeine gebrochen!!! Diese Geschichte erzählt Ihnen mein Frauchen im aktuellen Fall des Monats!

CIAO
Ihr BOBBY