Oktober 2019

Wau, da bin ich wieder und möchte Ihnen Neues aus der Praxis erzählen. Doch bevor ich damit starte, möchte ich nochmals betonen, wie gut wir Haustiere es in Deutschland haben.

 
Am 28. September ist
WELT-TOLLWUT-TAG!

 

Deutschland ist dank konsequenter Aufklärung und Impfung inzwischen tollwutfrei – doch wissen Sie , dass weltweit immer noch alle 10 Minuten ein Mensch an Tollwut stirbt, das sind 55.000 Todesfälle pro Jahr, und die meisten davon sind Kinder unter 14 Jahren. Die Infektion erfolgt zu 99% über Hundebisse – da ist noch viel Aufklärung und Hilfe vonnöten. Ist die Krankheit ausgebrochen, verläuft sie immer tödlich!!

Deswegen wurde der 28. September nochmals zum Welt – Tollwut – Tag erklärt, da gerade die armen Regionen der Welt (Afrika, Indien…) noch viel Unterstützung brauchen.

Nur geimpfte Hunde und Katzen schützen Menschen vor der tödlichen Virusinfektion Tollwut.

Das ist ein Thema, was ich ansprechen wollte – einfach nochmals darauf aufmerksam machen, wie wichtig Impfungen für Mensch und Tier sind und wir am Ball bleiben müssen, dass unsere Luxussituation bestehen bleibt.

Und dann möchte ich mit meiner kleinen Pfote nochmals auf ein unerhörtes Dilemma in unserer Tierschutzpolitik für unsere Nutztiere verweisen.

Es wird in der Politik Aktivität vorgetäuscht, so getan, als wolle man tatsächlich das Leid verringern. Doch für sehr viele Tiere (Schweine oder Hühner in Massentierhaltung, Transport der Rinder) ist das Leben unendlich leidvoll, sodass ich tatsächlich denke, dass die Schlachtung für diese armen Kreaturen endlich eine Erlösung von der Qual ist –Doch selbst der letzte Schritt ist noch leidvoll: die Tiere werden mit CO² erstickt – das geht aber nicht schnell – wer die Angstschreie dieser Tiere auf dem Schlachthof einmal gehört hat, vergißt es nie wieder. Es ginge anders – doch das kostet mehr Zeit und Zeit kostet Geld – unserer Politik ist der Profit wichtiger als Gesetze gegen Tierqual zu verfassen.

Zum Beispiel : Das Schwein ist mindestens so klug wie ich, nein klüger – Versuche haben gezeigt, dass es die Intelligenz eines 4 –jährigen Kindes hat – und auch die Empfindungen ! So kann es an der Miene erkennen, ob ein Mensch gut oder schlecht gelaunt ist und es erkennt Menschen an Fotos wieder!

Foto von PETA

Die Zuchtsau verbringt große Teile ihres Lebens in einem Stand, der ihr nur das Ablegen auf die linke oder rechte Seite erlaubt, schwere Verletzungen und Schmerzen sind die Folge, die Füße haben keinen Platz. Ja, die Politik hat sich mit diesem Dilemma beschäftigt, diese Boxenhaltung soll verbessert und eventuell sogar abgeschafft werden – Zieldatum in 17 Jahren – kein Druckfehler – weitere 17 Jahre darf es so bleiben wie es ist. Warum ? Änderungen würden den Preis des Fleisches verteuern!

Bitte, lassen wir uns nicht weiter verschaukeln, handeln wir selbst und unterstützen jene Bauern, die ein Herz für ihre Tiere haben – überprüfen wir, was hinter dem Tierwohl – Label in Wirklichkeit steht : 80 cm mehr Platz ist kein Fortschritt, sondern nur Aktivitätsblenderei. Bleiben Sie aufmerksam und kritisch, zeigen Sie in Ihrem Kaufverhalten, dass Ihnen eine artgerechte Haltung wichtiger ist als 20 ct Ersparnis.

Wir sind TierärtzInnen, weil uns das Wohl aller Tiere am Herzen liegt – und deswegen engagieren wir uns immer wieder für unsere vierbeinigen Mitgeschöpfe – wir brauchen sie für unser ökologisches Gleichgewicht dringender denn je!

So, nun komme ich zum Alltag unserer Praxis zurück:

Unsere Assistentin, Lina Krenn, haben Sie nun schon kennen gelernt und sie wird uns mit ihrer Kompetenz alltäglich unterstützen. Darüber sind wir sehr glücklich. Denn Sie hat den Beruf bei uns von der Pieke an gelernt- einige von Ihnen kennen Sie noch als unsere Sprechstundenhilfe.

Gefreut habe ich mich über die drei Kumpels von Familie Richter: Atze, Buck und Kodak.

Atze, der Älteste von Ihnen, hat schon vor einigen Jahren wegen seiner Arthrose eine Goldakupunktur von Dr. Rogalla erhalten und hat bis jetzt keine Schmerzen gezeigt und absolviert seine Arbeit mit Bravour. Koda ist der Kleinste und die zwei Großen haben ihn zur Impfung begleitet. Unter ihrer Aufsicht hat er sich wie ein kleiner Profi perfekt untersuchen lassen.


Auch Luni, der noch kleine Deutsche Schäferhund von Familie Oswald im Arm von Jessy kam zur Impfung und man sieht ihm an, dass er noch Großes vorhat.

 

Dann gab es noch einen Neuzuwachs bei den Samtpfoten, die kleine Lissy, hier auf dem Arm von Herrn Fiesl, die Kleine sprüht vor Neugierde, leider hatte sie Fieber und musste behandelt werden.


Die kleine Nala von Frau Neckermann hatte eine Bauchhernie, die operativ geschlossen wurde. Der Operationsanzug steht ihr hervorragend und Frau Neckermann ist froh, dass die Operation sofort durchgeführt wurde und so gut verlaufen ist.


Amber, die 10-jährige Terrier-Hündin von Frau Geisler hatte Zahnprobleme. Sie wurde auf unserer Zahnstation behandelt und nun kann sie wieder ohne Schmerzen kauen, Frauchen ist sehr zufrieden. Der postnarkotische Blutcheck war ok – Amber hat die Narkose perfekt überstanden – und der kleine Druckverband wurde nach dem Fotoshooting gleich entfernt.


Doch nicht nur Hunde und Katzen leiden an Zahnschmerzen– auch unsere kleinen Nager haben häufig Probleme. So wurde auch Möhre, das Zwergkaninchen von Frau Klewitz in Narkose gelegt und ihre Zähne alle glatt geschliffen, so dass die Möhrchen wieder gut geknabbert werden können.

 

Wir freuen uns immer, wenn es unseren kleinen Patienten wieder besser geht.

So nun sause ich in den Herbststurm, bevor es zu regnen anfängt.
Ciao Ihre Samira