September 2002

BobbyWuff, der Sommer ist diesmal Klasse, aber ziemlich heiß, Frauchen meint andauernd, ich soll ins Wasser hüpfen und wirft unermüdlich Stöckchen, sie schwimmt ja ziemlich gern, aber ich weniger– schadet nur meinen Locken!
Haben Sie sich schon den Fall des Monats durchgelesen? Also Kessy ist inzwischen wieder absolut kess, ihre Fäden sind gezogen und angebellt hat sie mich auch wieder heftig. Merlin habe ich mir angesehen. Er ist genau so hübsch wie meine 3 Freunde zu Hause.

Diesmal stelle ich Ihnen Shahin vor. Er kommt aus Italien , wurde vor 3 Jahren in unserem Urlaub in einem Steinhaufen gesichtet und lebte dort mit seiner Mutter und noch 3 weiteren Geschwistern. Jeden Tag haben wir ihm Futter hingestellt, das er wohl gerne fressen wollte, aber sich nicht traute- oder aber nicht durfte, denn er war ja ein kleines Wildkätzchen und hatte von seiner Mutter gelernt bei Menschen immer wegzulaufen. Das ging tagelang so und ich durfte das Geschehen nur vom Fenster aus beobachten. Ich fand das ziemlich langweilig und habe garnicht verstanden, warum mein Frauchen sich so freute, als er endlich die Schale leer fraß – tue ich ja auch jeden Tag und da macht niemand einen Freudentanz! Na ja , wir haben das 2 Wochen lang so gemacht und endlich kapierte der kleine Kerl, daß das Futter zum Fressen war und kam regelmäßig zum Vorschein , wenn der Napf hingestellt wurde, nur anfassen ließ er sich nicht. Habe ich auch nicht verstanden, denn was ist schöner als so richtig durchgekrault zu werden?
Also, auch da ließ der Herr sich ziemlich lange Zeit, manchmal habe ich heftig gebellt. so geärgert hat mich das! Doch das dicke Ende kam erst noch: die Koffer wurden für die Heimreise gepackt, mein Platz auf dem Rücksitz um die Hälfte verkleinert und ein Katzenkäfig hineingestellt… da sollte doch nicht wohl?


Genau, am Tag der Abreise stand mein Frauchen ganz früh auf, sauste den ganzen Morgen miauend um den Steinhaufen und -witsch- packte sie das kratzende Fellknäuel. Dann ging es heimwärts und diese graue Knäuel piepste ganz herzzerreißend. Ich habe ja versucht ihn zu trösten , aber ich glaube, er verstand mich nicht, ist ja auch Italiener!


ShahinInzwischen verstehen wir uns prächtig, nur sauer werde ich , wenn er sich in meinem Körbchen ausbreitet, da leg ich mich dann einfach auf ihn drauf und drücke ihn zur Seite. Glauben Sie , daß er dann Platz macht? Nee, dann schnurrt er ganz laut und reibt seinen Kopf an meiner Nase. Nun ja, weil er so süß ist, laß ich ihn dann bei mir schlafen, vielleicht hat er ja Heimweh nach Italien.
Aber er kann froh sein, daß er bei uns ist, denn ihm wäre es mit seinem langen Fell ganz warm im Süden, Shahin sieht aus wie ein grauer Mini-Maine Coon.


Zum Glück nur Mini, denn sonst paßten wir beide bestimmt nicht zusammen in meinem Korb. Vorerst ciao bis zum nächsten Monat, dann stell ich Ihnen den Rest meiner Freunde zu Hause vor.


Ihr BOBBY, 2. September 2002