September 2019

Wau, da bin ich wieder und es ist immer noch sehr heiß! Aber jetzt bin ich mir sicher, dass der Herbst kommt, da unsere Wasserschildkröte das Fressen eingestellt hat und nur noch sporadisch zum Sonnen auftaucht. Sie ist unser bestes Wetterthermometer.


All meinen Kumpels (Hund und Katze) möchte ich sagen, dass unser Tierärzteverband zum dritten Mal die Aktion

Check meinen Chip in der Woche vom 9.-bis 13. September
ins Leben gerufen hat.

Leider werden immer noch zu wenige Tiere mittels Transponder gekennzeichnet und vor allem zentral registriert. Wenn die Daten dann auch nicht mehr aktuell sind, kann die Rückführung eines verlorenen Tieres nicht erfolgen.

Das ist unendlich traurig. Deswegen kommen Sie bitte mit Ihren Lieblingen zur Kontrolle in die Praxis- Wir lesen den Chip ab, die Richtigkeit der Daten werden überprüft – und nutzen Sie diesen Aufruf Ihre noch ungechippten Vierbeiner zu kennzeichnen.

Unter www.tieraerzteverband.de können Sie sich gerne einen Videoclip dazu ansehen.
Lesen Sie dazu auch die unglaubliche Geschichte im Archiv unserer Homepage vom Dezember 2011, wie die Katze Lilly nach einem Jahr 150 km entfernt von ihrem zu Hause dank Kennzeichnung wieder von uns zurückvermittelt werden konnte.

So – nun erzähle ich Ihnen wieder Spannendes aus unserer Praxis.

Ganz aufregend war diesen Monat, dass mein Freund Cäppi von unserer Mitarbeiterin Julia Kliem an einem Lebertumor operiert wurde, deswegen sitzt er zur Zeit auch immer mit Julia an der Rezeption.

Cäppi fühlte sich immer mal unwohl, hatte manchmal Durchfall und manchmal erbrach er sein Futter, außerdem trottelte er nur noch auf den Spaziergängen rum, obwohl er sonst ein flotter Flitzer ist. Dr. Rummel untersuchte ihn und in der Blutuntersuchung zeigten sich die Leberwerte verändert, veränderte Leberwerte sagen immer aus, dass die Leber ihre Arbeit nicht mehr 100%-ig ausführt.

Wo lag die Störung? Dr. Rogalla führte sofort eine Ultraschalluntersuchung durch und entdeckte verändertes Lebergewebe. Da das immer ein bösartiger Tumor sein kann, wurde Cäppi sofort in eine Klinik zu weiterführenden CT / MRT-Untersuchung geschickt. Der Tumorverdacht bestätigte sich auch mit dieser Untersuchungsmethode und Cäppi wurde zeitnah operiert. Er hat alles mit Bravour überstanden, das ganze veränderte Krebsgewebe wurde erfolgreich entfernt und nun wünschen wir Cäppi noch eine lange Zeit mit uns. Wir alle sind sehr glücklich und dankbar, dass Cäppi alles gut überstanden hat und ich sag ihm jeden Morgen, dass jetzt alles wieder gut ist und ich ihm die Pfoten für seine Gesundheit drücke… die Leberwerte sind schon viel besser geworden, der böse Störfaktor Tumor ist weggeschnitten und nun kann sich die Leber wieder erholen.
Toi, Toi, Toi Cäppi!


Dann gab es noch eine aufregende Geschichte, dieser Patient war jedoch winzig.

Es ist der 16 Jahre alte Chinchilla namens „Maus“, der von Familie Ditter und seiner Chinchillabande zuhause heiß geliebt wird. Er hatte einen sogenannten Penisvorfall, dabei schachtet der Penis aus, er verklemmte sich in der Vorhaut – und da er ihn nicht mehr zurückziehen konnte, schwoll er auf die 4 –fache Größe an – ein sehr schmerzhafter Vorgang mit der Gefahr, dass der Penis abstirbt. Der Besitzer hatte die Gefahr sofort erkannt, und fuhr in der Nacht in die nächste Klinik – doch leider wurde er dort nicht sofort operiert, sodass er gleich in der Frühe bei uns in der Praxis stand. Der Zustand des armen Chinchillas war dramatisch. Er reagierte vor Schmerzen gar nicht mehr. Der Besitzer wünschte auf Grund des hohen Alters keine Amputation des Penis mehr, aber wollte die Penis erhaltende Operation riskieren. Es war ihm auch klar, dass die Operation in dem späten Zustand sehr risikoreich war. Doch alles ging gut. Die schwierige Operation wurde von Dr. Rogalla hervorragend durchgeführt, und gleich nach der Operation setzte der kleine Kerl Urin ab, die Freude war groß. Nun blieb er noch 2 Tage stationär, erholte sich zusehends und der Senior ist wieder in seine Gruppe integriert.


TWIX auf dem Arm von Sara

Es gab noch weitere Operationspatienten:
Twix, das Zwergkaninchen von Familie Reisinger hatte sich mit seiner Partnerin so heftig gestritten, dass die Wunde genäht werden musste.


Jerry, der 10- jährige Kater von Frau Waßmann wurde auch gebissen, leider an einer so ungünstigen Stelle direkt am Ellbogengelenk, dass auch er operiert werden musste, um Schäden am Gelenk zu verhindern. Die Wunde verheilt sehr gut. Damit der kleine Kerl nicht die Fäden beleckt, hat Frau Waßmann ihm ein schickes Hemd gekauft, Jerry ist damit sehr zufrieden.


Unsere Seniorkatze Baby , die wir von klein auf kennen, ist ja wegen Niereninsuffizienz bei Dr. Rummel in Behandlung, Nun hatte die Kleine mit ihren 19 Jahren noch Zahnprobleme bekommen, die so schmerzhaft waren, dass sie nicht mehr richtig fressen wollte, Da musste die Narkose riskiert werden und die schmerzhaften Zähne gezogen werden.

Dank unseres Dentalröntgengerätes konnten 3 wurzelkranke Zähne erkannt werden. Baby hat alles gut überstanden, Herr Huber ist sehr glücklich und Baby frißt auch wieder.


Wanda schaut noch etwas müde nach der Narkose

Von den Kleinen geht’s nun zu unseren großen vierbeinigen Patienten. Wanda, die 5 – jährige Berner Sennenhündin wurde von Dr. Rogalla mit der Goldakupunktur behandelt, weil sie eine schwere Arthrose in der Hüfte hatte (siehe auch: Schmerztherapie). Für Familie Danho war diese Methode nicht neu, der Vorgänger von Wanda wurde vor Jahren auch schon von Dr. Rogalla behandelt. Das hatte dem Hund so gut geholfen und Frauchen so überzeugt, dass die Familie den weiten Weg zu uns nicht scheute, um auch noch Wanda mit dieser Methode zu helfen. Wir wünschen Wanda ein noch langes, schmerzfreies Leben.


Doch hinter Rusty sieht die Welt auf dem Behandlungstisch viel sicherer aus!

Wegen Lahmheit kam auch Frau Geis mit dem kleinen Welpen Loui zu Dr. Rogalla, zum Glück hatte der Kleine sich nur vertreten. Als Verstärkung hatte er seinen älteren Kumpel Rusty dabei. Ein Top – Duo!

So, nun will ich noch spazieren gehen, vielleicht treffe ich die Zwei ja auf dem Feld.
Ciao Ihre Samira